Jumanji: The Next Level (2019)

Jumanji: The Next Level (2019)

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  2. 123 Minuten

Filmkritik: Welcome back!

Die zweite Hälfte
Die zweite Hälfte © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Eigentlich wollten sich die vier Freunde Martha (Morgan Turner), Anthony (Ser'Darius Blain), Bethany (Madison Iseman) und Spencer (Alex Wolff) über die Festtage mal wieder treffen. Schliesslich sind sie damals gemeinsam ins Spiel Jumanji gezogen worden und haben ein riesiges Abenteuer zusammen überlebt. Nun aber taucht ausgerechnet Spencer nicht am Treffpunkt auf und die restlichen Freunde schauen bei ihm daheim vorbei, was da wohl los ist. Spencers Grandpa Eddie (Danny DeVito) und dessen ehemaliger Geschäftskumpel Milo (Danny Glover) sind auch im Haus, und bald schon ertönen die Trommeln des Dschungels.

Brüder im Geiste
Brüder im Geiste © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Unsere Freunde werden erneut in das geheimnisvolle Spiel gezogen, doch diesmal ist etwas anders als erwartet: Zwar übernehmen die Spieler wieder die bekannten Charaktere Dr. Bravestone (Dwayne «The Rock» Johnson), Ruby Roundhouse (Karen Gillian), Mouse Finbar (Kevin Hart) und Professor Oberon (Jack Black), aber die Verteilung ist etwas anders geraten, als man es sich gewohnt war. Zumal auch die Senioren Eddie und Milo mit ins Spiel gezogen worden sinid und nun erstmal des Langen und Breiten über die Gefahren und Risiken aufgeklärt werden müssen. Ausserdem haben die beiden Kerle mit «neuen» Hüften und Talenten so ihren Spass, was der Suche nach dem verschwundenen Spencer nicht wirklich hilft. Nur langsam kommt die seltsame Truppe den Geschehnissen auf die Spur und sieht sich einmal inmitten einem gefährlichen Abenteuer, in dem die ganze Welt von Jumanji auf dem Spiel steht.

Jumanji: The Next Level macht Spass und unterhält über den grössten Teil seiner Spieldauer mit Leichtigkeit. Wir werden in ein Abenteuer entführt und die Darsteller haben sichtlich «dä Plausch» an ihren Rollen. Mit Danny DeVito und Danny Glover kommen neue glatte Darsteller ins Spiel, das sich dann aber in Sachen Story normal und überraschungsarm in Richtung Happy End entwickelt. Witzig ja, nachhaltig eher nein. Aber vielleicht kommt ja noch ein nächster Teil. Wer beim Abspann sitzen bleibt, erfährt übrigens, wohin die Reise gehen könnte.

1995 mühte sich Komiker Robin Williams in Jumanji ab, und 2007 holte Dwayne Johnson mitsamt seiner Produktionsgesellschaft die Reihe mit Jumanji: Welcome to the Jungle wieder ans Tageslicht. Das Geld floss, die Umsätze waren immens und deshalb geht es nun in die nächste Runde. Wie es sich bei einem Videospiel gehört, bietet Jumanji: The Next Level zwar viel Bekanntes, aber auch einige Neuerungen, die für tolle Unterhaltung sorgen.

Was sofort ins Auge springt, ist die Neuverteilung der Charaktere. Da nun die Oldies DeVito und Glover in die (Spiel-)Körper von Muskelpaket Johnson und Kevin Hart schlüpfen, ergeben sich herrliche Dialoge, und die beiden Superstars der Moderne nützen diese Vorlagen auch, um ihre Versionen von DeVito und Glover zum Besten zu geben. Grosses Gelächter ist hier garantiert.

Neben den beiden Comedy-Buddies haben Karen Gillian und Jack Black etwas mehr Mühe (oder weniger Gelegenheiten), ihre neuen «Insassen» zu porträtieren. Trotzdem sind auch sie witzig und flott in ihren Rollen. Da im letzten Drittel allerdings nochmals gross durchgemischt wird, kriegt jeder Star genügend Chancen, dem Publikum zu zeigen, warum seine Teilnahme an einem Film wie Jumanji: The Next Level gerechtfertigt ist. Keine Angst also, die Spässe werden schön verteilt.

Inhaltlich hingegen wandelt Jumanji: The Next Level auf den Spuren des Vorgängers. Der Film tut dies zwar an neuen Locations und mit einem bös-blassen Gegner, aber auch mit einigen Altbekannten und ohne grosse Überraschungen. Dass es sich diesmal um einen orangenen Diamanten anstatt um einen grünen dreht, dürfte deshalb nicht gross überraschen. Auch müssen wir bei verschiedenen Spezialeffekten alle verfügbaren Augen zudrücken, um sie noch akzeptieren zu können. Da hätte man vielleicht nochmals korrigieren können, Mister Johnson...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 4

yan

Auch die Fortsetzung passt. Von mir aus können die noch fünf Jumanji-Filme drehen, wenn sie weiterhin derart amüsant und kurzweilig sind. Auf jeden Fall eine Blockbuster-Franchise, die Spass macht.

philm

Nach anfänglichem Zögern wegen den Kritiken bin ich ihn doch schauen gegangen. Und wurde nicht enttäuscht. Klar bringt er nichts Neues. Aber der Humor, das Ensemble und die Story bieten beste Unterhaltung. Ich kann verstehen wieso Spencer wieder ins Spiel ist. Und auch wieso die Freunde rein (gezogen worden) sind. Oder hätte man etwa ein SWAT Team reinsenden sollen?

crs

Ich fand diese Fortsetzung noch besser als den vorherigen Teil. Die Witze sind herrlich (allen voran die Bodyswitch-Sachen), das Finale ist top und dass Martha deutlich mehr im Mittelpunkt stand, gefiel mir ebenfalls sehr gut.

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