How to Train Your Dragon: The Hidden World (2019)

How to Train Your Dragon: The Hidden World (2019)

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
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  2. 104 Minuten

Filmkritik: Drachenverkuppeln leicht gemacht

Road Trip: Dragon Style
Road Trip: Dragon Style

Als Häuptling der Wikinger von Berk möchte Hiccup (Stimme: Jay Baruchel) einen sicheren Ort für sein Volk und die Drachen schaffen. Zusammen mit seiner Freundin Astrid (Stimme: America Ferrara), seiner Mutter Valka (Stimme: Cate Blanchett) und seinen anderen Freunden greift er deshalb immer wieder die Schiffe von Drachenjägern an, um die gefangenen Drachen zu befreien und nach Berk zu bringen. Weil die Drachenjäger genug von ihrem Verlustgeschäft haben, heuern sie den skrupellosen Grimmel (Stimme: F. Murray Abraham) an, der einst fast alle Nightfurys getötet hat. Denn nun soll er den letzten - Toothless - einfangen und alle anderen Drachen zu den Jägern bringen.

"I was made for loving you, baby!"
"I was made for loving you, baby!"

Während Hiccup fieberhaft nach einer Lösung für Berks Drachen-Überbevölkerung sucht, die auch menschliche Feinde anlocken könnte, entdeckt Toothless ein Weibchen seiner Art, eine weisse Lightfury, die ihm sogleich den Kopf verdreht. Und plötzlich hat der sonst so treue Drache überhaupt keine Zeit mehr für seinen Kumpel. Hiccup sieht schliesslich als einzigen Ausweg, die Drachen und die Einwohner Berks in die sagenumwobene verborgene Welt zu bringen, wo sie vom Rest der Menschen in Sicherheit sind. Kein Wikinger ahnt jedoch, dass ihnen Grimmel dicht auf den Fersen ist...

Mit einem wunderschön animierten Abschluss der erfolgreichen Dragons-Trilogie führt Dreamworks die Geschichte des ungleichen Teams Hiccup und Toothless mit viel Liebe und Charme zu Ende. Dies gelingt erneut durch die tadellose Machart, ein sympathisches Figurenkabinett und die richtige Mischung aus Slapstick, Abenteuer und Jöö-Momenten. Weniger auf gigantisch getrimmt als Teil 2, erzählt Hidden World eine an sich einfache, durchaus auch etwas wehmütige Geschichte übers Erwachsenwerden, die vor allem durch die prachtvollen Drachen und die grossartigen Bilder begeistert.

Seit der kleine Wikingerbub Hiccup und sein Drachenkumpel Toothless 2010 erstmals über die Leinwand flogen, hat sich einiges getan. Inzwischen zu einem enormen Franchise angewachsen, gibt es zu den Drachen von Berk Unmengen an Spielzeug, Magazine, eine TV-Serie mit den Originalsprechern, dazugehörende Hörspiele, und und und. Umso schöner ist es zu sehen, dass bei allem Erfolg die eigentlichen Produkte - die Kinofilme - nicht an Qualität eingebüsst haben. So wurde während der Produktionsphase unter anderem das Startdatum nach hinten verschoben, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Resultat gibt dieser Entscheidung Recht, denn Teil drei ist nicht bloss eine animierte Fortsetzung unter vielen, sondern führt den in den vorangehenden Filmen angetretenen Weg der Figuren konsequent zu Ende.

Dass es im Grunde genommen eine Geschichte übers Erwachsenwerden geworden ist, zeigt sich schon sehr bald. Da wären zwar unzählige Szenen, in denen jede Menge an drachischen Schauwerten zu sehen sind und auch viele witzige Momente die Story auflockern. Dies ist vor allem da spektakulär anzuschauen, wenn viele Drachen aufs Mal auftreten und die Leinwand mit so vielen animierten Details gefüllt ist, dass sich das Mehrfachansehen unbedingt anbietet. Den Slapstick hat man aber im Vergleich zu den bisherigen Filmen etwas heruntergefahren. Es ist aber auch eine Geschichte um das nicht immer einfache Zusammenleben von Mensch und Tier. Das Highlight des Filmes sind aber natürlich Toothless und seine schneeweisse Drachenfreundin, die so fabelhaft und entzückend über die Leinwand balzen, wie es animierte Filmtiere wohl seit Susi und Strolch und Simba und Nala nicht mehr getan haben.

Einfacher gestrickt ist da der Bösewicht, der keine komplizierte Hintergrundgeschichte mitbringt, sondern fast schon klassisch böse sein darf, dabei aber auch etwas weniger unheimlich für die kleinen Zuschauer ist als die bisherigen Gegner in der Reihe. Überhaupt ist die Geschichte insgesamt recht einfach gestrickt, was aber keinesfalls als Kritik zu werten ist. How To Train Your Dragon: The Hidden World erzählt genau die Geschichte, die zu erwarten war, jedoch ohne sie mit viel Pathos aufzublasen. Damit schafft die Filmreihe gekonnt den Abschluss, den sie verdient hat, mit wunderbar fantastischen Bildern, ein bisschen Wehmut und enormen Sympathiepunkten.

/ pps

Kommentare Total: 7

yan

Auch beim dritten und letzten Teil stimmt die Machart. Der Film sieht wunderbar aus. Die Geschichte und auch ein paar Figuren (Bösewicht z.B.) sind aber nicht mehr das Gelbe vom Ei. Es gibt sogar die einen oder anderen Längen im Mittelteil.

Toothless bleibt das Highlight, auch im charmanten Abschluss der Trilogie.

AscendingFlame

Nicht ganz so bezaubernd/mitreissend/witzig wie die Vorgänger, aber durchaus solide und schön gemacht. Besonders gefällt mir an dieser Reihe, wie Hiccup mitwächst und reifer wird.

Das Ende der Trilogie finde ich gut gelungen und einen würdigen Abschluss mit viel Herz, schönen Bildern und eine tollen FIlmmusik.

solanumnigrum

Klar kommt dieser dritte und letzte Teil dieses Klassikers nicht ganz an die ersten beiden heran.
Ich habe mich aber, bis auf den eher langweiligen Bösewicht, sehr unterhalten gefühlt.

Das beste daran: Es gibt auch unter den Drachen die wahre Liebe.
Das schlechte daran: Der Film wirkt dadurch kitschiger und nicht mehr so "kratzig" und "rau" wie wir das gewohnt sind.

Trotzdem: Ich stehe auf die Musik in diesem Film und den Charme, welcher von den Charakteren und von der ganzen Umwelt ausgestrahlt wird.

4 - 4.5*

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