Godzilla: King of the Monsters (2019)

Godzilla: King of the Monsters (2019)

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  3. 131 Minuten

Filmkritik: Monster-Schaulaufen

Battle of the Kings
Battle of the Kings © 2018 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Seit Godzilla vor fünf Jahren als Retter der Welt unter dem Beifall der Bewohner San Franciscos im offenen Meer verschwand, ist einiges passiert. Die Mitglieder der krypto-zoologischen Organisation Monarch haben über die Jahre auf der ganzen Welt riesige Monster gefunden. Dr. Emma Russell (Vera Farmiga) und ihre Tochter Madison (Millie Bobby Brown) überwachen und erforschen diese Titanen. Zusammen mit Dr. Ishiro Serizawa (Ken Watanbe) und Dr. Vivienne Graham (Sally Hawkins) versuchen sie die US-Politik zu überzeugen, dass die riesigen Kreaturen geschützt werden müssen. Doch für die Politiker ist Monarch und ihr Monster-Ensemble längst ein Sorgenkind und es droht das Ende für die Organisation.

"Nicht schon wieder Drachen..."
"Nicht schon wieder Drachen..." © 2018 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Als Dr. Emma Russell in einer Basis in Indien das Supermonster Mothra begutachtet, werden sie von einer Gruppe Öko-Terroristen um Anführer Jonah Alan (Charles Dance) angegriffen. Mothra flüchtet, der Stützpunkt wird ausgelöscht und Emma und Madison werden entführt. Nachdem Monarch über die Geschehnisse informiert wurde, rekrutieren sie Emmas Ehemann Mark (Kyle Chandler), der ihnen bei der Rettung behilflich sein soll. Doch als die ganze Wahrheit ans Licht kommt, ist es bereits zu spät und die Menschheit muss sich erneut mit riesigen Kreaturen herumschlagen.

In Gareth Edwards' Godzilla gab es kaum Fights und zu wenig Szenen mit Godzilla. Bei Godzilla: King of the Monsters von Michael Dougherty (Trick 'r Treat) hat man diese Kritikpunkte nun eindrücklich aus der Welt geschafft. Godzilla 2 ist ein Monster-Schaulaufen mit vielen "Brawls", riesigen Kreaturen und tollen Effekten. Die schwache Story trübt zwar etwas den Gesamteindruck, aber Fans der Riesenechse dürfte das ziemlich egal sein.

Fünf Jahre, nachdem Gareth Edwards die bekannte atomare Riesenechse Godzilla erneut zum Leben erweckt hat, steht mit Godzilla: King of the Monsters nun der zweite Teil der Reihe in den Kino-Startlöchern. Der Erfolg von Marvel und seinem MCU (Marvel Cinematic Universe) färbt auch auf die anderen Studios ab. Darum hat man sich bei Warner Bros. und Legendary Studios dafür entschieden, mit dem "MonsterVerse" ein geteiltes Universum zu erschaffen, in dem Monster wie Kong oder eben Godzilla aufeinander treffen. Nach Kong: Skull Island ist Godzilla 2 nun der dritte Teil dieses Universums und sozusagen das "Warm-Up" für Godzilla vs. Kong, der dann 2020 in die Kinos kommen soll.

Edwards musste sich für sein atmosphärisches Reboot einiges an Kritik anhören. Die Aussagen waren klar und deutlich: Der Fokus lag zu stark auf den Figuren und zu wenig auf Godzilla und den anderen Monstern. Die Studios und Regisseur Michael Dougherty haben sich das wohl zu Herzen genommen, denn Godzilla: King of the Monsters ist ein typischer Blockbuster mit schwacher, teilweise richtig haarsträubender Geschichte, dafür mit der gewünschten Monster-Action.

Fans dürfen aufatmen. Die Fights machen Spass und die riesigen Kreaturen sind das Eintrittsgeld alleine wert. Auch wenn die Action auf jugendfreundlich getrimmt und deshalb auch zwischendurch etwas schnell geschnitten und chaotisch gefilmt wurde, sind diese Szenen die Highlights des Films.

Die Besetzung besteht aus lauter Serienstars. Vera Farmiga (Bates Motel), Kyle Chandler (Bloodline) und Millie Bobby Brown (Stranger Things) spielen die Familie im Zentrum. Eine Familiengeschichte, die eigentlich nur dazu da ist, dass man auch etwas gekünstelt mit den Figuren mitfiebert. Thomas Middleditch (Silicon Valley) und Charles Dance (Game of Thrones) sind zudem in kleineren Nebenrollen anzutreffen, und aus dem Vorgänger sind auch Ken Watanabe (Inception) und Sally Hawkins (Blue Jasmine) wieder mit dabei.

Doch auch wenn keiner der Darsteller abfällt, gehört der Film ganz klar den Monstern. Mit Mothra, Rodan, Ghidorah, Godzilla und weiteren mutierten Kreaturen bleibt hier kein Stein auf dem anderen. Etwas schade ist das vor allem für Spielfilm-Debütantin Millie Bobby Brown. Ihre Figur ist nämlich komplett überflüssig und diente wohl mehr für Marketing-Zwecke. Die junge, talentierte Schauspielerin hat definitiv mehr verdient als das. Monsterfans wird das aber völlig egal sein, Godzilla und Co. geben sich auf die Mütze und schlagen alles kurz und klein. So wie es sich gehört für einen Godzilla-Film. Weiter so!

/ yan

Kommentare Total: 3

muri

Als Monsterfilm absolut wunderbar anzuschauen. Optische Umsetzungen der Dreiköpfer und anderen Viechern schlichtweg grossartig. Dumm nur, dass zwischen den schönen Bildern auch eine Story erzählt werden muss und da haperts halt dann schon recht. Aber wir nehmen das Gute raus und freuen uns auf Godzilla vs Kong im nächsten Jahr!

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Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Einerseits sind die Actionszenen überragend, anderseits die Figuren sehr, sehr plump. Mir ist schon klar, dass in so einem Film die Schauspielerei eher Randnotizen sind. Hier gehen sie mir aber ziemlich auf den Wecker. Ich brauche nicht ca. vier Charaktere, die einfach so im Raum herumstehen und die ganze Zeit jedes Monster und jeden Schritt erklären. Des Weiteren hat man auch das Predator (2018) Virus. Den Figuren ist nicht klar in was für eine Situation sich befinden (dumme Oneliner). Das macht den Film weniger intensiv. Etwas was der Vorgänger besser gemacht hat. Wenn man aber darüber hinwegsehen kann, kriegt man ein kurzweiliges Monsterspektakel, dass viel Spass macht. Der Sound ist episch und wenn Godzilla die Leinwand betritt, vibriert das ganze Kino.

Der erste Teil verfügt zwar auch über schwache Figuren, hat mir aber in Sache Atmosphäre und Aufbau besser gefallen. Der zweite Teil ist hingegen kurzweiliger und hat mehr Action.

Freu mich schon auf Godzilla vs. King Kong!

Godzilla: 4.5
Godzilla 2: 3.5

yan

Filmkritik: Monster-Schaulaufen

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