Girl on the Third Floor (2019)

Girl on the Third Floor (2019)

  1. 93 Minuten

Filmkritik: Hausarbeit kann gefährlich sein!

Guguuseli!
Guguuseli! © Sony Pictures Home Entertainment

Don Koch («CM Punk» Phil Brooks) will mit seiner schwangeren Frau Liz (Trieste Kelly Dunn) ein neues Haus beziehen und somit auch der Beziehung einen frischen Start geben. Um die diversen Bauarbeiten noch zu vollenden, hat sich Don erstmal allein in die neue Heimat gewagt und beginnt, das alte Gemäuer in Form zu bringen. Zwar meldet sich eine Nachbarin kurz, aber ansonsten ist Don auf sich allein gestellt, was ihm eigentlich auch ganz recht ist. Je mehr er am Haus rumwerkelt, desto nerviger sind die kleinen Zwischenfälle und Entdeckungen, die er macht. Kleine Murmeln scheinen von Geisterhand über den Boden zu rollen, Pannen passieren, und diese schleimige Substanz, die Don aufs Gesicht tröpfelt, ist auch nicht wirklich angenehm.

Goldfinger?
Goldfinger? © Sony Pictures Home Entertainment

Als eine junge Frau (Sarah Brooks) auftaucht und unseren Papa in spe verführt, beginnt das Leben von Don auseinanderzufallen. Die Bekanntschaft taucht immer wieder auf, das Haus scheint sich den Umbauarbeiten zu erwehren und selbst der Buddy, der Don am Wochenende mit den Arbeiten hilft, verschwindet spurlos. Spätestens als Don Stimmen hört und die Wände zu bluten scheinen, weiss er, dass mit diesem Haus etwas nicht stimmt. Und zwar so richtig! Als er dann auch noch seinen Hund zerstückelt im Trockner findet, dreht Don durch und will das Haus verlassen. Aber das ist in dieser Phase nicht wirklich möglich.

Girl on the third Floor ist ein recht solider Gruselfilm geworden, der mit ein paar schönen Momenten und Effekten auffährt, dann aber gegen Ende doch ein bisschen zu viel erreichen möchte. Die Auflösung des Mysteriums (ja, es gibt eine) ist zwar interessant umgesetzt, stellt aber die Zuschauer nicht ganz zufrieden. Aber insgesamt darf man diesen ersten Film mit Phil Brook und von Regisseur Travis Stevens sicher angucken.

Ex-Wrestler «CM Punk» Phil Brooks hat sich für sein Filmdebüt einen soliden Grusler ausgesucht. Die Haunted-House-Produktion Girl on the third Floor wurde an verschiedenen Festivals gezeigt, konnte sich dabei sogar ein paar Awards einheimsen und lässt unseren Hauptdarsteller eine neue Seite an sich entdecken. Ein kleiner Film, der souverän durch eine etwas altbackene Story navigiert und es nicht verpasst, immer wieder schöne Schreckmomente zu liefern.

Girl on the third Floor beginnt ruhig und unspektakulär. Umbauarbeiten in einem Haus sind jetzt nicht das Spannendste, was man einem Filmfan bieten kann. Aber diese Momente werden genutzt, um ein wenig mehr über den von Phil Brooks anständig porträtiterten «Tiger» aus Chicago zu erfahren. Dass er sich dabei immer wieder mit haustechnischen Problemchen abgeben muss, lässt uns etwas grinsen, aber auch gespannt harren ob der Dinge, die da kommen mögen. Denn diese werden nur langsam in das Puzzle eingefügt.

Dass man mit Brooks nicht den Überschauspieler vor sich hat, wird bald einmal klar. Das Auftauchen der jungen Frau gibt dem ehemaligen Kämpfer aber die Möglichkeit, sein bislang Gelerntes einigermassen überzeugend darzubieten. Richtig stark wird seine Leistung dann im zweiten Teil der Geschichte, wenn auch Girl on the third Floor sichtlich anzieht und das kompensieren möchte, was man in den ersten fünfzig Minuten etwas verpasst hat.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website