Easy Love (2019)

Easy Love (2019)

  1. , ,
  2. 89 Minuten

Filmkritik: Bumsfidele Kölner

Zurich Film Festival 2019
Free Love is not for free.
Free Love is not for free. © Xenix

Lenny ist frisch mit Pia zusammen, hat jedoch Angst, dass sie von ihrer neuen Freundin als "Experiment" nach einer gescheiterten Hetero-Beziehung angesehen wird. Sophia zieht derweil zurück zu ihrer Mutter und versucht die Miete mit bezahlten Dates aufzubringen. Währenddessen führen Nic und Stella eine offene Beziehung, was ihr jedoch je länger je mehr nicht mehr passt. Und da wäre noch Sören, der in den Kölner Partynächten vor allem auf One-Night-Stands aus ist. Doch schon bald wird Sören 40 Jahre alt und beginnt über eine ernste Beziehung mit seiner neusten Bekanntschaft Maria nachzudenken.

In seinem als "Doku-Fiction" bezeichneten Kinodebüt folgt Tamer Jandali sieben Leuten und blickt vor allem auf deren zwischenmenschliche Beziehungen und Liebesleben. Auch wenn einiges der Dramatik zuliebe zugespitzt wurde, ist ihm trotzdem ein intimer Film gelungen, der echt wirkt. Das Ganze hat nur ein Problem: Durch die vielen Wechsel zwischen den Figuren entsteht kein Erzählfluss und die 88 Minuten fühlen sich so länger an, als sie es sind. Hinzu kommt, dass hier nicht wirklich was Neues präsentiert wird, sondern vor allem das normale Leben wiedergegeben wird. Muss man dafür denn wirklich ins Kino gehen?

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Trailer Deutsch, 01:47