Deux (2019)

Deux (2019)

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  3. 99 Minuten

Filmkritik: Für Liebe ist man nie zu alt

Mit dem Kopf gegen die Wand.
Mit dem Kopf gegen die Wand. © First Hand Films

Die Rentnerinnen Nina (Barbara Sukowa) und Madeleine (Martine Chevalier) wohnen seit Jahrzehnten Tür an Tür. Alle glauben, dass die beiden nur Nachbarinnen sind. In Wirklichkeit verbindet sie aber eine innige Liebe. Da die beiden von einem Neuanfang in Rom träumen, plant Madeleine nun auch endlich ihren erwachsenen Kindern zu sagen, was Sache ist. Doch es kommt alles anders. Zuerst bringt Madeleine nicht den Mut auf und wenig später erleidet sie einen Schlaganfall. Fortan ist sie auf eine Pflegerin angewiesen, wegen der Nina nicht mehr ungestört in Madeleines Wohnung gehen kann. Die Situation wird für alle Beteiligten zur Zerreissprobe.

Deux ist ein Film, bei dem den Figuren ständig die Zeit davonzulaufen scheint. Vieles wurde einfach zu lange aufgeschoben und/oder zurückgehalten, und so entstehen hier gleich mehrere kleine Dramen, die teilweise grosse Emotionen auszulösen vermögen. Zum Glück hat Regie-Neuling Filippo Meneghetti dabei den Humor nicht vergessen und trifft den Ton dabei meistens ganz gut. Trotzdem wäre es schön gewesen, hätte der Regisseur ein paar Klischees besser umschifft. So wird der Film vor allem in der zweiten Hälfte dann doch etwas vorhersehbar. Am positiven Gesamteindruck rüttelt dies aber nicht allzu sehr.

Chris Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Trailer Französisch, mit deutschen Untertitel, 01:43