Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles (2019)

Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles (2019)

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  2. 84 Minuten

Filmkritik: Cowabunga!

Die ultimative Supertruppe
Die ultimative Supertruppe

In Gotham gehen Diebe um! Teure und spezielle technische Geräte werden entwendet, deren Zusammensetzung irgendwas Böses erahnen lässt. Den Räubern auf der Spur sind auch vier mutierte Ninja-Schildkröten, die den diebischen Foot-Clan immer wieder zu stoppen versuchen. Als dann auch noch Wayne-Enterprise unter den Opfern ist, schlägt der ortsansässige Superheld Batman zurück. Er stellt den Eindringlingen eine Falle und sieht sich einem mysteriösen Kerl namens Shredder gegenüber, der ihn im Duell an seine Leistungsfähigkeit bringt. Ausserdem lernt er Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello kennen, die selber kaum glauben können, dass dieser "Batman" tatsächlich existiert und ausserdem so ein cooles Auto und eine irrsinnige Höhle hat.

Parat für Prügel!
Parat für Prügel!

Gemeinsam macht das ungewönliche Team, das von Batgirl und Robin unterstützt wird, Jagd auf Shredder und seinen Foot-Clan. Dieser jedoch arbeitet natürlich nicht im Alleingang, sondern hat sich mit einem bekannten Bösewicht zusammengetan, der die Bevölkerung von Gotham ins Unglück stürzen will. Mit all den technischen Geräten und dem geheimen Serum - zu dem auch ein bekannter Clown seinen Beitrag leistet - sollen die Menschen nämlich zurück zu ihrer animalischen Form geschickt werden. Und genau das soll unser gemischtes Super-Ninja-Team vereiteln.

Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein witziger Film mit ungewöhnlicher Ausgangslage, welcher in der ersten Filmhälfte seine volle Stärke ausfahren kann. Das Aufeinandertreffen der bekannten Figuren, das "Über-Kreuz-Gekloppe" und die vielen Charaktere sind stimmig, jedoch ist der Actionanteil gegen Ende etwas gar hoch geraten, so dass die Story etwas zäher wird. Trotzdem: Wie schon in den Comics hoffen wir auch bei Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles auf weitere gemeinsame Abenteuer. Immerhin muss die Fledermaus ja noch nach New York zum Gegenbesuch.

Wir haben damals nicht schlecht gestaunt, als die Comicfiguren Batman und die beliebten Teenage Mutant Ninja Turtles in einem Crossover aufeinandertrafen. Das Resultat war witzig, schräg und absolut sehenswert. Nun folgt die filmische Umsetzung, und Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles hält vor allem in der ersten Filmhälfte alles, was sich die Fans von diesem Zusammentreffen erwarten. Es gibt viel Spass, flotte Sprüche, bekannte Figuren und immer wieder Pizza...

Schon im Titelspann wird das Feeling des Films vermittelt, das sich danach wunderbar fortsetzt: die ersten Begegnungen, staunende Schildkröten, Zweikämpfe mit Robin und immer wieder die passenden Witze, die selbst mürrischste Skeptiker zum Schmunzeln bringen. Dass dabei die Story auch in Richtung Arkham Asylum geht und wir dort allerlei bekannte Bösewichte von Dr. Freeze bis Poison Ivy wiedersehen, heizt diese gute Stimmung weiter an. Auch wenn der Shredder auf seinen Geschäftspartner trifft (den wir ebenfalls kennen) ist noch alles paletti.

Der grosse Bruch, sofern man denn von einem solchen sprechen will, passiert in der zweiten Filmhälfte, wenn der Humor zurückgefahren wird und die Action Überhand nimmt. Diese verschiedenen Kämpfe sind zwar schön gezeichnet und flott animiert, aber leider nicht mehr so unterhaltsam wie der Start des Films. Aber natürlich müssen die Gefahr bekämpft und die Gegner verprügelt werden. Das hätte man allerdings auch ein wenig humorvoller machen können, da die Turtles ja für schrägen Witz stehen.

/ muri