Bad Education (2019)

  1. ,
  2. 103 Minuten

Filmkritik: Ausser Spesen nichts gewesen, oder?

44th Toronto International Film Festival
"Bringt mir Rektor Skinner!"
"Bringt mir Rektor Skinner!"

Der Schulleiter Frank Tassone (Hugh Jackman) und seine Assistentin Pam Gluckin (Allison Janney) haben den Schulbezirk von Roslyn auf Long Island zu grossem Ansehen verholfen. Dank ihnen befindet sich ihre Schule auf dem vierten Platz der besten öffentlichen High-Schools des Landes. Doch die perfekte Fassade bekommt Risse, als die engagierte Studentin Rachel Kellog (Geraldine Viswanathan) für die Schülerzeitung einen Bericht über ein anstehendes Grossprojekt an der Schule schreiben will. Sie findet heraus, dass es gewisse Leute an der Schule mit den Spesenabrechnungen nicht so genau nahmen. Infolgedessen stösst Rachel auf einen Skandal.

Regisseur Cory Finley (Thoroughbreds) zeigt hier die wahre Geschichte des grössten Spesen-Skandals, der jemals an einer US-Schule stattgefunden hat. Die Umsetzung ist gelungen und die Schauspieler sind alle toll (vor allem Hugh Jackman als aufmerksamer Schulleiter), trotzdem hätte man hier mehr daraus machen können (und müssen). Vor allem die unglaubliche Dreistigkeit, mit der die Schuldigen agierten, wäre ideal für ein Feuerwerk schwarzen Humors gewesen. So ist Bad Education ein zwar sauber recherchierter und solid inszenierter Film, doch fehlt ihm das gewisse Etwas, um länger im Gedächtnis zu bleiben. Das gibt ein 'knapp ungenügend'.

/ crs