Avengers: Endgame (2019)

Avengers: Endgame (2019)

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  2. 181 Minuten

Filmkritik: Auf, auf, ihr Helden!

Hallo? Jemand da?
Hallo? Jemand da?

Dieser «Snap» hat die ganze Erde aus dem Gleichgewicht gebracht. Der ausserirdische Eroberer Thanos (Josh Brolin) hat die Hälfte der Bevölkerung ausradiert und auch die Welt der Superhelden hart getroffen. Aus dieser Gruppe stehen nun noch Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth), Bruce Banner (Mark Ruffalo) und ein paar wenige Kollegen mehr da. Sie müssen jetzt mit den Verlusten und der Trauer umgehen. Das machen sie auf ganz unterschiedliche Weise, bis sich ein Rückkehrer vor der Tür meldet - Scott «Ant-Man» Lang (Paul Rudd)!

Ronin oder Hawkeye?
Ronin oder Hawkeye?

Es muss doch einen Weg geben, diese Katastrophe rückgängig zu machen! Stark, Banner, Romanoff versuchen nun, alle Möglichkeiten abzuwägen, um ihre verlorenen Freunde und Familien wieder zurückzuholen. Dabei brauchen sie nicht nur die Hilfe des abtrünnig gewordenen Hawkeye (Jeremy Renner) und der Maschinenfrau Nebula (Karen Gillan), sondern vor allem einen Plan. Diesen scheint sich die Gruppe dann doch noch paratzulegen und umsetzen zu wollen, jedoch besteht die grosse Gefahr, dass dieser nicht nur scheitert, sondern dass die Beteiligten ebenfalls nicht mehr wiederkehren können. Und ausserdem ist da noch Thanos, der sich gegen eine Umkehrung seiner Taten mit Händen und Füssen zur Wehr setzt.

Es kribbelt, die Aufregung ist gross und die Ticketverkäufe für Avengers: Endgame werden Rekorde en masse brechen. Und das nicht umsonst. Die Story passt wunderbar ins bisherige Universum und schliesst die Geschichten der einzelnen Figuren auf optimale Weise ab. Dazu kommen die Gastauftritte, Figuren mit neuen Aufgaben und der Humor und Groove der Marvelfilme, den wir über die letzte Dekade so lieb gewonnen haben. All das macht Avengers: Endgame zum perfekten Abschluss der Story um die Supertruppe von Marvel.

Nach Avengers: Infinity War wurde das Publikum im grossen Ungewissen zurückgelassen: Wer hat den «Snap» überlebt, wie geht es mit den Helden weiter? Wie wollen die Macher das mit dem Happy-End jetzt noch hinkriegen? Nun, ob es ein solches dann auch gibt, ist selber herauszufinden, aber Avengers: Endgame beantwortet die offenen Fragen über das Schicksal der Helden und deren Überleben und bietet während seiner imposanten Laufzeit von 182 Minuten eine Reihe Höhepunkte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die Befürchtung, dass der Film ein überladenes Actionspektakel werden würde, stellt sich glücklicherweise als unnötig heraus. Die Russo-Brüder auf dem Regiestuhl grenzen die Story auf eine Gruppe von Helden ein, lassen dabei erfreulich viel Platz für ruhige und sehr sentimentale Momente und vergessen auch die Stars aus der zweiten Marvel-Reihe nicht. Aber Avengers: Endgame ist vor allem der Film der «alten» Garde, die hier die Kohlen aus dem Feuer holen will, während die jungen Wilden wohl erst in Phase vier des MCU im Mittelpunkt stehen werden.

Die schier unendliche Menge an Superstars wird auch in hier wieder in Schach gehalten. Während Robert Downey Jr. und Chris Evans ihre Rollen souverän und mit viel Gefühl geben, sind Chris Hemsworth und Mark Ruffalo für einige herrliche Überraschungen und witzige Auflockerungen perfekt. Überhaupt, wer in den letzten zehn Jahren die Filme aus dem MCU geguckt hat, wird ein paar unerwartete Gastauftritte zu sehen bekommen, die diesem Abschluss den würdigen Rahmen geben.

Es soll ja Kinogänger geben, denen man vorsetzen kann, was man will - sie greifen nicht zum Taschentuch. Avengers: Endgame bietet denjenigen, die mitunter auch mal hemmungslos schluchzen, mehr Momente als erwartet, in denen sich die Augen wie von Geisterhand auf einmal mit Tränenwasser füllen. Da bleibt kaum ein Auge trocken, versprochen!

/ muri

Kommentare Total: 10

BooBee

Nun ja. Bildgewaltig - ja! Allerdings (zumindest in unserem IMAX-Kino) nicht von überragender Bildqualität. Ich kann auch nicht verstehen, wie man so einen Film mit "Floating Window"-Effekt im IMAX zeigen kann.

Egal - nun zum Film. Stellenweise sogar fast langweilig. Ich hatte definitv bei Captain Marvel mehr Spass. Es muss also an den Erwartungen gelegen haben, denn diese waren hier von meiner Seite wohl überhöht.

Schaut ihn Euch dennoch an, aber die volle Punktzahl gibt es keinesfalls.

Swissroll

@mcufan: hör auf mit diesen spoilern. hättest wenigstens eine warnung anbringen können...
anyway: ein bisschen eigene fantasie schadet nicht.

ich fand den film wunderbar! ein würdiger abschluss einer grossartigen ära! ich konnte weinen, mitfiebern und noch mehr lachen. wer die anderen marvel-filme mag, wird auch hier auf seine kosten kommen.
ich freue mich schon jetzt darauf, diesen film in meine sammlung aufnehmen zu können.

MCUFAN

Noch als Ergänzug zur nicht Logik.

Spoiler zum Lesen Text markieren

1. Thanos hat mit einem Fingerschnippen das halbe Universum um 50% der Bewohner erleichtert.
2. Das Fingerschnippen von HULK hat sie zurückgebracht.
3. Das Fingerschnippen von IronMan hat was ausgelöscht Thanos und seine Armee und sonst wen noch?
4. Wo kam die Walküre mit ihrem Flügelpferd plötzlich her?
Das alles passt nicht zusammen. Ich hoffe es gibt die extended Version die im Netz immer wieder als Gerücht auftaucht.

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