10 Minutes Gone (2019)

10 Minutes Gone (2019)

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  3. 89 Minuten

Filmkritik: Ein Bankraub, der uns schlafen legt!

«Get me out of here!»
«Get me out of here!» © Tiberius Film

Gangsterboss Rex (Bruce Willis) wartet in einem Raum mit seinen Spezialisten und ist ungeduldig. Er hat dem besten Safeknacker der Gegend, Frank (Michael Chiklis) den Auftrag gegeben, ihm einen Gegenstand aus der Bank zu beschaffen. Hinter der dicken Mauer, im Safe, soll das Objekt seines Begehrens liegen. Frank seinerseits hat den Coup mit seinem Bruder und ein paar vertrauenswürdigen Kumpels ausgearbeitet und eigentlich soll das Ganze problemlos über die Bühne gehen.

In Corona Zeiten immer mit Maske!
In Corona Zeiten immer mit Maske! © Tiberius Film

Eigentlich. Denn nun passiert genau das: Frank bekommt eins auf den Hinterkopf, verliert sein Kurzzeitgedächtnis und die Crew wird durch Bleikugeln minimiert. Nun sitzt der Unglücksrabe alleine im Safe House und fragt sich, was schiefgelaufen ist. Während er nun anfängt, unter dem Rest seiner Mannschaft die Ratte zu suchen, die den Deal vermasselt hat, wird auch Gangster Rex immer ungeduldiger. Er setzt seine Aufräumerin (Lydia Hull) auf Franks Crew an, um so entweder an Infos zu gelangen oder dann seine Versager zu erledigen. Die Zeit wird somit immer knapper für den flüchtigen Frank, der mit seinen Ermittlungen nur langsam vorankommt.

10 Minutes gone ist eine Gurke vor dem Herrn. Spannung, Thrill oder Witz sucht man vergebens. Interessante Charaktere gibt es nicht und die Umsetzung des Bankraubs sowie die darauf folgende Storyentwicklung ist langweilig, stümperhaft und mies umgesetzt. So hilft kein Willis, kein Chiklis, keine heisse Killerbraut - 10 Minutes gone ist ein Film zum Abschalten!

Über Bruce Willis und seine aktuelle Filmkarriere haben wir schon das eine oder andere Wort verloren. Meist taucht er inzwischen ein paar Tage am Set eines zweitklassigen Films auf, schwafelt seinen Text regungslos und holt sich dann den fetten Zahltag ab. Ein netter Zeitvertreib für den ehemaligen Star aus Die Hard und Pulp Fiction. Ein Auftritt nach neuer Willis-Art kriegen seine Fans auch in 10 Minutes gone geboten - unter der Regie von Brian A. Miller, mit dem der Superstar schon Gurken wie Vice oder The Prince gedreht hat.

Der Film an sich gehört eigentlich Michael Chiklis, den man wahrscheinlich noch als Ben «Thing» Grimm aus Fantastic Four kennen dürfte. (Übrigens ein Kumpel von Bruce Willis, was dessen Teilnahme an diesem Film auch etwas erklären könnte.) Chiklis, in der TV-Serie The Shield übrigens gnadenlos gut, kommt aber in 10 Minutes gone nicht wirklich auf Touren und bietet eine Vorstellung, die ihm, ausser zu rennen, zu ballern und fragend in die Runde zu blicken, nicht viel abverlangt. Dabei könnte der Herr eigentlich viel mehr bieten, wenn man ihn denn lassen und ihm ein gutes Drehbuch präsentieren würde.

Genau daran harzt es in 10 Minutes gone nämlich gewaltig. Man versucht zwar, mit Rückblicken auf den Bankraub etwas Spannung und auch den einen oder anderen Twist zu schaffen, aber so richtig glückt das hier leider nicht. Es bleibt bei der durchschnittlichen und erwarteten Story, in der sich die Figuren mehr oder minder langweilig anstellen, die Charaktere oberflächlich bleiben und die Auflösung schlichtweg keinen mehr interessiert, zumal sie auch so richtig heftig an den Haaren herbeigezogen ist. Bei zwei Hauptfiguren mit Glatze ist das schon fast ein Spoiler.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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