Wolkenbruch (2018)

Wolkenbruch (2018)

Oder: Jung, ledig, jüdisch sucht...

Sie schiebt er auf die lange Bank...

Sie schiebt er auf die lange Bank...

Genug vom Schidduch! So nennt sich das Verkupplungsritual, mit denen jüdisch-orthodoxe Eltern ihre Zöglinge mit den passenden Ehepartnern zusammenführen. Doch Mordecai Wolkenbruch (Joel Basman), kurz: "Motti", ist ein besonders schwieriger Fall: Keine der vielen jungen Damen, die seine eifrige Mutter (Inge Maux) für ihn schon ausgesucht hat, löst auch nur ansatzweise Schmetterlinge in seinem Bauch aus. Im Gegenteil: Die Vorstellung, dass mit der Heirat sein weiterer Lebensweg nach jüdischer Tradition schon vorgezeichnet scheint, bereitet ihm Bauchschmerzen.

...sie nicht.

...sie nicht.

Und es kommt noch dicker: An der Uni lernt Motti die attraktive Laura (Noémie Schmidt) kennen und verliebt sich in sie. Auch Laura scheint von ihrem etwas tapsigen, aber sonst ganz lieben Mitstudenten angezogen zu fühlen. Es geht nicht lange, da kommen sich die beiden näher. Doch da ist ein kleines, aber nicht ganz unwesentliches Problem: Laura ist eine Schickse, sprich: eine Nichtjüdin. Wenn da mal nur die Mutter nichts davon erfährt!


Film-Rating

Michael Steiner macht auf sicher. Mit Wolkenbruch inszeniert der erst gefeierte, dann gefallene Schweizer Regisseur einen gmögigen Crowdpleaser, der kaum jemandem wehtun dürfte, dem aber auch die Originalität seiner früheren Werke ein wenig abgeht. Dass er es immer noch kann, beweist Steiner damit allen, die jemals daran gezweifelt haben. Handkehrum löst er damit wohl auch keine allzu heftigen Emotionen mehr aus - weder auf die eine noch auf die andere Seite. Fast etwas wehmütig denkt man da an die Zeiten zurück, in denen man sich so richtig über sein Missen-Massaker aufregen durfte.

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OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

01.10.2018 / ebe

Community:

Bewertung: 4.2 (21 Bewertungen)

 

 

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