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Touch Me Not (2018)

Touch Me Not (2018)

Oder: Einstürzende Vorhäute

"Frame - I'm gonna live forever..."

"Frame - I'm gonna live forever..."

Die Mittfünfzigerin Laura (Laura Benson) ist asexuell und empfindet Berührungen als etwas zutiefst Unangenehmes. Den Ursachen dafür möchte sie auf den Grund gehen. Sie engagiert einen Callboy, der vor ihr masturbiert, eine Transsexuelle, die ihr ihren Körper zeigt, und einen Sexualtherapeuten, mit dessen Hilfe sie ihren verborgenen Aggressionen auf den Grund gehen will. Ab und zu besucht sie einen älteren Herrn im Spital und wohnt als Zuschauerin Berührungstherapie-Sitzungen bei.

Hey Mister, wie lautete der Filmtitel?!

Hey Mister, wie lautete der Filmtitel?!

Dort trifft der körperlich schwer beeinträchtigte Christian (Christian Bayerlein) auf Tómas (Tómas Lemarquis), der im Alter von 13 Jahren alle Haare verloren hat. Die beiden unterhalten sich über ihre Gefühle und ihre sexuellen Fantasien. Und dann wäre da schliesslich noch die Regisseurin Adina (Adina Pintilie), die ihre Gespräche mit Laura, Christian und Tomas mit ihrer Kamera aufnimmt und dabei auch mal mit ihren Protagonisten den Platz tauscht. Über allem steht die Frage: Was macht unsere Wünsche und Begierden aus? Und wo liegen die Grenzen des Sex?


Film-Rating

Festivals bescheren uns Zuschauern manchmal die sonderlichsten Filme, bei denen man sich fragt, wer um alles in der Welt sich so etwas anschauen möchte. Touch Me Not ist so ein Fall: Der Debütfilm von Adina Pintilie ist lang, ereignisarm und teilweise unangenehm offenherzig. "Watch Me Not" also? Ja und nein. Einige Denkanstösse wie auch einige kreative technische Einfälle darf man dem diesjährigen Berlinale-Sieger durchaus zugutehalten. Dennoch: Viel Geduld braucht's genauso wie eine hohe Bullshit-Toleranz, wenn man sich den Film tatsächlich antun will.

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OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

29.11.2018 / ebe

Community:

Bewertung: 2.3 (2 Bewertungen)

 

 

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