Suicide Squad: Hell to Pay (2018)

Suicide Squad: Hell to Pay (2018)

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Filmkritik: The Woman is expendable!

Wer kennt die?
Wer kennt die?

Amanda Waller (Stimme: Vanessa Williams) hat einen neuen Auftrag für den Abschaum, den sie regelmässig aus deren Zellen lässt. Sie stellt ein neues "Suicide Squad" zusammen, um eine geheime Karte zu suchen, mit welcher man im Todesfall nicht in die Hölle, sondern direkt in den Himmel kommt. Neben dem Scharfschützen Deadshot (Stimme: Christian Slater), Harley Quinn (Stimme: Tara Strong), dem schlangenartigen Copperhead, Captain Boomerang und Killer Frost ist auch Bronze Tiger mit von der Partie. Jener wird sich auf dieser Suche vor allem mit Deadshot aufreiben, da das Team nur schwer zwei Alphamännchen verträgt.

Er verfehlt sein Ziel (fast) nie!
Er verfehlt sein Ziel (fast) nie!

Das Squad ist aber nicht die einzige Gruppierung, die hinter dieser Karte her ist. Auch die noch üblere Seite hat sich formiert und unter der Leitung von Reverse-Flash (Stimme: C. Thomas Howell) ein paar ganz üble Kreaturen aufgestellt. Es beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem das Squad feststellen muss, dass sie es mit einem Feind zu tun haben, der nicht nur körperlich auf derselben Stufe agiert, sondern auch einen triftigen Grund hat, alles dafür zu tun, diese mysteriöse Karte in die Finger zu kriegen.

Suicide Squad: Hell to pay ist gut produziert, zeitweise brutal umgesetzt und als Gesamtpaket ein Comicabenteuer eher für Erwachsene. Ein paar gelungene Anspielungen und Gastauftritte sowie ein kleiner Twist am Ende runden den positiven Eindruck ab, womit sich der Film problemlos in die qualitativ eh schon gute Reihe der DC-Animationsfilme einordnet.

Die B-Fraktion der DC-Superhelden bekommt nun also auch ihren Animationsfilm mit einer Story, die eine grosse Anzahl Charaktere involviert, aber schlussendlich halt doch "nur" die Suche nach einem Ding ist. In Suicide Squad: Hell to pay muss man den Comic-Verstand eingeschaltet haben und die Figuren zumindest zuordnen können. Sonst geht man im Wirrwarr der Figuren bald mal unter.

Inhaltlich reisst Suicide Squad: Hell to pay keine Bäume aus, liefert aber ein solides Abenteuer, das immer wieder durch brutale Kämpfe und Killings unterbrochen wird. So wird man sich in den knapp 90 Minuten von einigen Charakteren verabschieden und kriegt ein paar kleine Überraschungsauftritte geboten. Das macht sicherlich für den Comicfan mehr Spass als für den Normalgucker, zumal Figuren wie Copperhead oder Maxum Steel auch erst mal gegoogelt werden müssen.

Was bei solchen Produktionen angenehmerweise immer bleibt, sind die bekannten Sprecher. So leihen in Suicide Squad: Hell to pay beispielsweise Christian Slater oder Greg Grunberg ihre Stimmen den Figuren und verleihen ihnen so etwas Tiefe und Charakter.

/ muri