The Spy Who Dumped Me (2018)

The Spy Who Dumped Me (2018)

Bad Spies
  1. , ,
  2. 117 Minuten

Filmkritik: Was macht der Stick in der Mumu?

Achtung! Frau am Steuer!
Achtung! Frau am Steuer! © Impuls Pictures AG

Audrey (Mila Kunis) hat sich von ihrem Freund Drew (Justin Theroux) getrennt und hat ein wenig Mühe, darüber hinwegzukommen. Als sich der Kerl auch noch als Spion outet und in einer grossen Schiesserei zu Boden geht, wird Audrey in ein Abenteuer gezogen, das es in sich hat. Ihr fällt nämlich ein wertvoller USB-Stick mit geheimen Daten in die Hände, den sie nun vor allerlei Agentengesindel beschützen muss. Gemeinsam mit der redseligen Freundin Morgan (Kate McKinnon) macht sie sich auf nach Europa, um dort mitten im weltweiten Agentengeschäft für Furore zu sorgen.

Drehbuch studieren?
Drehbuch studieren? © Impuls Pictures AG

Die beiden Frauen entpuppen sich als widerstandsfähiger als erwartet, schaffen immer wieder die Flucht aus lebensgefährlichen Situationen und werden bald auch von Sebastian (Sam Heughan) und Duffer (Hasan Minhaj) gejagt, die im Schutz der Regierung eigentlich für die «gute» Sache stehen sollten. Gleichzeitig mischelt auch der englische MI-6 (angeführt von Gilian «Scully» Anderson) mit und die Russen haben einen Killer auf unser famoses Duo angesetzt. Ob Audrey und Morgan da wieder heil rauskommen?

Trotz Mila Kunis und ein paar glatten Einfällen ist The Spy who dumped me eine "nur" solide Sache geworden, die mit der Story und einzigen zähen Sequenzen zu kämpfen hat. Dies beiseite gelegt, zeigt der Film aber auch, dass man sich in Europa herrlich schräg zum Affen machen kann und dass ein untrainiertes und heillos überfordertes Frauen-Duo in der achso bösen Agentenwelt für Spektakel sorgen kann. Wenn auch nicht ganz absichtlich... Reinschauen schadet trotzdem nicht!

Leider sehen wir die wunderhübsche Mila Kunis nicht mehr so oft in guten Kinofilmen (wer mochte schon Bad Moms?), aber mit The Spy who dumped me hat sie immerhin wieder einen kleinen Hit am Start. Gemeinsam mit Ghostbusters-Chaotin Kate McKinnon lässt sie es in der turbulenten Agentenkomödie schön krachen, wobei vor allem letztere Dame mit zunehmender Filmdauer schon etwas anstrengend wird.

Die Story von The Spy who dumped me ist schnell erzählt und lässt vor allem Justin Theroux als Actionheld gut dastehen. Der Fokus wird aber schon bald auf unser Frauen-Duo gelegt, was zu witzigen Szenen und einer kleinen Tour de Europa führt. Ein bisschen sollte man sich dafür aber auf den Film einlassen, dann macht auch der Quatsch Spass. Das Duo Kunis/McKinnon schlägt sich dabei überraschend locker und gut durch die turbulenten Szenen, findet immer wieder Zeit und Gelegenheit, ihre Witze und Sprüche an den Zuschauer zu bringen und hält in den Actionsequenzen auch physisch anständig mit.

Das Problem an The Spy who dumped me ist allerdings die einfache und nicht besonders innovative Story. Ein bisschen Agentenkrimskrams, unterbrochen durch amouröse Verwicklungen, ernste Gespräche unter Freundinnen über Beziehungen und kurze Zeitsprünge (Rückblicke), die dem Ganzen immer wieder den Schwung nehmen und storytechnisch kein bisschen weiterhelfen. Dafür setzt man auf recht makabere Szenen (SchnippSchnapp Finger ab) und lässt einiges an Knochen krachen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

yan

Nicht so schlecht, wie erwartet, aber trotzdem eine ziemlich typische Hollywood-Actionkomödie ohne grössere Überraschungen. Sobald Action und Komik zusammenkommt, macht der Film Spass. Kate McKinnon fand ich um einiges besser als Kunis, die seit einiger Zeit nur noch die selben Rollen spielt.

Bad Spies hat ein paar gute Momente, ein paar Lacher und ist kurzweiliger als erwartet. Viel erwarten, sollte man trotzdem nicht. Für einen gemütlichen Sonntagabend aber durchaus ausreichend.

muri

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