Skyscraper (2018)

Skyscraper (2018)

  1. , ,
  2. 102 Minuten

Filmkritik: Die Hard in a Towering Inferno

Heisse Date-Night
Heisse Date-Night

Seit ein Einsatz schiefgelaufen ist, arbeitet der ehemalige FBI-Rettungsleiter für Geiselnahmen und US-Kriegsveteran Will Sawyer (Dwayne Johnson) als Experte für die Sicherheit von Wolkenkratzern. Mit seiner Frau Sarah (Neve Campbell) sowie den Kindern Giorgia (McKenna Roberts) und Henry (Noah Cottrell) weilt er deshalb gerade in Hongkong, wo mit der "Pearl" ein Gebäude mit unglaublichen 240 Stockwerken steht. Doch nur kurze Zeit nach der Absegnung durch Sawyer kommt es zur Katastrophe.

Dwaynes Fitnessprogramm verbietet es ihm, den Lift zu nehmen.
Dwaynes Fitnessprogramm verbietet es ihm, den Lift zu nehmen.

Durch ein gezielt gelegtes Feuer im 96. Stockwerk stehen schon bald grössere Teile des Wolkenkratzers in Brand. Die Schuld wird dabei Sawyer in die Schuhe geschoben. Als wäre dies nicht genug, ist auch noch die Familie des Sicherheitsexperten im 98. Stock von den Flammen umzingelt. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht Sawyer in das Gebäude zu kommen, um seine Familie zu retten. Doch die Brandleger unter Leitung des finsteren Botha (Roland Møller) sind auf einer Mission, auf der sie keine Störenfriede gebrauchen können...

Skyscraper bringt für grosse Teile das Action-Feeling vergangener Tage zurück mit einer von den Machern von Anfang an kommunizierten Mischung aus Die Hard und The Towering Inferno. Für 103 Minuten bietet der neue Dwayne-Johnson-Film gute Unterhaltung, auch wenn etwas weniger Special-Effects besser gewesen wären und der Schluss ein bisschen gar doof ist.

Dwayne Johnson himself macht kein grosses Geheimnis daraus: Skyscraper ist eine Mischung aus den Actionklassikern Die Hard und The Towering Inferno. Der Superstar liess sich vor dem Kinostart sogar Poster erstellen, welche die Artworks der beiden Vorbilder nachahmten. Er wollte zusammen mit Regisseur Rawson Marshall Thurber, der hier auch als Drehbuchautor waltet, diese Old-School-Actionfilme zurückbringen. Und man muss sagen, dass dies ganz ordentlich gelungen ist.

Denn alleine die erste Stunde bringt dieses unverwechselbare Actionfilm-Feeling der Achtziger zurück, beispielsweise wenn die Bösen sich in Position bringen und dies im Rahmen eines PG-13-Filmes recht rücksichtslos tun. Doch auch der Held hat einige starke Sequenzen wie eine längere Prügelei in einem Hotelzimmer. Dabei fällt auch auf, wie unironisch hier vorgegangen wird. Klar, die Story ist hanebüchen und hat einige Logiklöcher, doch selten verschnaufen die Figuren, um einen coolen Spruch zu machen. Zu viel steht für sie auf dem Spiel. Dwayne Johnson und Co. nehmen das Szenario ernst, als würden sie hier tatsächlich "Die Hard in a Towering Inferno" drehen. Das kann als verbissen angesehen werden. Doch der Plan geht, was den Nervenkitzel angeht, ganz gut auf.

Wo es dann etwas mühsam wird, ist im zweiten Abschnitt - dann, wenn die Spezialeffekte Überhand nehmen und Sawyer unter anderem an der Aussenseite des Wolkenkratzers herumkraxelt. Man merkt den Unterschied halt schon, wenn Herr Johnson im Studio an einer grünen Wand herumklettert und wenn ein Tom Cruise am Burj Khalifa herumturnt. Letzteres bringt eher die Schweissperlen hervor, weil das andere so offensichtlich "Fake" ist - wie natürlich auch der auf dem Poster prominent beworbene Sprung von Kran zu Wolkenkratzer, welcher jedoch clever mit der Höhenangst der Zuschauer spielt.

Dass Rawson Marshall Thurber am Ende zudem (unfreiwillig?) auf eine beliebte britische TV-Serie verweist, passt weiter nicht wirklich ins Szenario, das sich zuvor so ernst genommen hat. Doch sei's drum. Für die relativ kurze Laufzeit von 103 Minuten unterhält Skyscraper auf anständigem Niveau. Die Vorbilder, vor denen sich die Macher so offensichtlich verbeugen, bleiben aber natürlich unerreicht.

/ crs

Kommentare Total: 5

yan

Naja, hat mich nicht sonderlich aus den Socken gehauen. Weder die Actionszenen noch die Effekte sind hier überdurchschnittlich gelungen. Ein blasser Badguy und ein holpriger Plot helfen dabei ebenfalls nicht. Johnson macht seinen Job ganz gut und die Kampfsequenz zu Beginn mit Pablo Schreiber ist eine der wenigen Highlights. Ansonsten ist Skyscraper aber kaum Rede wert. Für einen gemütlichen Actionabend reicht es aber gerade noch aus.

Jacky71

Klebeband dabei?

muri

Kleine Überraschung, weil sehr gut produziert, angenehm spannend und mit DJ ein Hauptakteur, dem man seine Verzweiflung abkauft. Über Sinn und Unsinn brauchen wir nicht zu sinieren - es bleibt ein solider bis guter Actionfilm.

Kommentar schreibenAlle Kommentare anzeigen