Skin Creepers (2018)

Skin Creepers (2018)

  1. , ,
  2. 86 Minuten

Filmkritik: Hände hoch! Legen sie den Dildo auf den Boden!

Film ab!
Film ab! © Studio / Produzent

Ben (Nicolas Szent) und Daniel (Nicolas Artajo) sind Brüder und wollen gemeinsam einen Film drehen. Um ihren Traum zu verwirklichen, haben sie extra einen US-Pornostar engagiert: Sasha Blue (Barbara Prakopenka) soll dem Projekt den nötigen Schliff verleihen. Das Geld dazu holen sich die beiden ausgerechnet beim Gangster "Lederkralle" (Thomas Schmuckert), der seine Mädels dafür zum Dreh laufen lässt und seine Kohle mit Zinsen natürlich bald zurückhaben möchte. Nachdem Sasha gelandet und im Hotel einquartiert worden ist, verhält sie sich aussergewöhnlich aggressiv. Als sie auch noch eine von Lederkralles Nutten die halbe Unterlippe abbeisst und in einen Blutrausch verfällt, kommen die Jungregisseure ins Schwitzen.

Und jetzt?
Und jetzt? © Studio / Produzent

Vom Hotelpagen werden die Brüder informiert, dass vor Jahrzehnten in diesem gleichen Hotelzimmer ein Exorzismus stattgefunden habe und die Macht des Bösen wohl noch präsent sei. Helfen soll nun ein schmieriger TV-Prediger (Dieter Landuris), der im Fernsehen über Exorzismen und böse Mächte referiert. Doch als der Mann ins Hotelzimmer tritt, wird bald klar, dass er mit dieser Situation hemmungslos überfordert ist...

Skin Creepers ist eine Billigproduktion, macht aber vor allem in der ersten Hälfte überraschend vieles richtig. Danach verläuft sich das Ganze und hat ausser dem überforderten Prediger nicht mehr viel zu bieten. Den Nacktauftritt von Micaela Schäfer ignorieren wir einfach mal, weil mehr als füdliblutt vor der Kamera zu stehen scheint die Dame ja nicht zu können.

Ein Low-Budget-Film aus Deutschland, der dem Genre Horror und Grusel zu zuordnen ist, findet selten den Weg an die breite Öffentlichkeit. Ezra Tsegaye hat mit seinem Team mit Skin Creepers trotzdem ein Werk auf die Beine gestellt, das flotte und gut inszenierte Momente hat, jedoch leider auch viel unnötiges Blabla bietet. Dafür ist die Story um den Exorzismus und die überforderten Teilnehmer den einen oder anderen Lacher wert.

Inhatlich macht Skin Creepers in der ersten Hälfte mehr Spass. Da werden Sprüche geklopft, Gauner-Klischees bedient, und mit Barbara Prakopenka hat man ein Eye-Candy, das stets aktiv bemüht ist, für gute Unterhaltung zu sorgen. Leider kann man das von den beiden Hauptfiguren nicht sagen, da die Brüder-Charaktere nicht besonders interessant daherkommen und sicher noch einiges zu erzählen oder erleben gehabt hätten.

Das Highlight von Skin Creepers ist aber sicherlich Dieter Landuris, ein vielbeschäftigter TV-Star, der seinen Prediger genau so ansetzt, wie es sich für einen Film gehört, in dem zwischendurch herzhaft gegrinst werden soll. Gemeinsam mit den gut gelungenen Effekten sorgt er dafür, dass dieser Streifen nicht vollständig absäuft

/ muri