Ralph Breaks the Internet (2018)

Ralph Breaks the Internet (2018)

Chaos im Netz
  1. , ,
  2. 112 Minuten

Filmkritik: Pancake. Milkshake. Pancake. Milkshake.

The Fun and the Furious
The Fun and the Furious

Das Leben von Wreck-It Ralph (Stimme von John C. Reilly) könnte nicht besser sein. Mit seiner besten Freundin, der kleinen Vanellope (Stimme von Sarah Silverman), hängt er rum, gönnt sich abends ein Bierchen und fühlt sich in den diversen Videospielen daheim. Vanellope hingegen findet's ein bisschen öde. Sie dominiert ihr Rennspiel und sehnt sich nach Abwechslung. Als an ihrem Spiel dann auch noch das Steuerrad kaputtgeht und das Game deswegen vor der Abschaltung steht, wollen die beiden ein Ersatz-Lenkrad im Internet kaufen.

Unter Freunden?
Unter Freunden?

Der Besitzer der Spielhalle hat eine Verbindung zum Internet organisiert, und diese verwenden Ralph und seine schnellplappernde Begleitung, um in die Tiefen des Unbekannten vorzudringen. Dort, inmitten von Likes, Katzenvideos und Pop-ups, finden sie ihren Artikel schon bald, müssen aber merken, dass man auch im Internet mit richtigem Geld zu zahlen hat. Nun bleiben ihnen 24 Stunden, um ihre Kaufabsicht finanziell zu bestätigen, und für das ist ihnen kein Like zu billig, keine Aktion zu gefährlich und keine dunkle Ecke zu bedrohlich.

Zwar kommt Ralph breaks the Internet in Sachen Witz, Geschwindigkeit und Unterhaltung nicht ganz an den Vorgänger heran, entpuppt sich aber als lustiges Sequel, in dem es immer irgendwo was zu sehen gibt. Die Story mag nicht mehr ganz so mutig sein, aber die sympathischen Figuren und der grosse Wiedererkennungswert reissen den Film aus dem Sumpf des Durchschnitts raus. Wer am Ende des Films noch ein bisschen sitzen bleibt, kriegt noch zwei Extra-Szenen zu sehen. Aber das Abwarten bis zum Schluss gehört inzwischen ja schon zum guten Ton dazu, oder?

2012 nahm uns Disney hinter die Kulissen der Videogames mit und präsentierte mit Wreck-it Ralph einen Film, der an den Kinokassen hervorragend lief und auch den Kritikern gefiel. Nun kommt das Sequel! Ralph breaks the Internet macht sich dabei, der Titel verrät es, auf in die unendlichen Weiten des World Wide Web. Der Film bietet bekannte Momente und auftretende Figuren wie auch witzige Aktionen mit grossem Wiedererkennungswert.

So macht Ralph breaks the Internet Spass und bietet mitunter freche und aussergewöhnliche Sequenzen. Die Disney-Prinzessinnen beispielsweise sind klasse! Doch wem die Weiten des Internets für einen Film zur Verfügung stehen, der sollte eigentlich ein bisschen mehr bieten als Ebay, Katzenvideos oder das Darknet. Zumal man ja im House of Mouse sicher die Rechte an ein paar weiteren Figuren hat als nur denjenigen, die man hier zu sehen bekommt: ein bisschen Marvel, ein Schuss Star Wars und am Ende noch ein Spruch von Buzz Lightyear. Wenn man die Prinzessinnen des Königreichs schon so prominent platziert, hätten es andere Figuren sicher auch verdient gehabt.

Überhaupt, nachdem Ralph breaks the Internet mit riesigem Spass beginnt und die ersten Schritte in der Story macht, sind die Macher wohl selber ab sich erschrocken und pfaden die Story auf sichere Wege zurück. Freundschaft ist wichtig, eigene Träume sind es ebenso, und mit der von Wonder Woman-Gal Gadot gesprochene Powerfrau kriegt unsere kleine Vanellope sogar noch eine grosse Freundin spendiert, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Für den Klamauk ist Ralph zuständig, die ruhigeren Momente überlässt man seinen Sidekicks.

/ muri

Kommentare Total: 4

th

ganz in ordnung, der handlungsteil mit dem "killer-rennspiel" aber etwas zu aufgedrückt.

yan

Fast so gut wie der erste Teil. Fand die Internet-Idee zwar nur mässig, aber war halt der zu erwartende Schritt. Die Umsetzung hat mir hingegen sehr gut gefallen. Vereinfacht und lustig auf die Kleineren angepasst, aber nie zu cheesy, so dass auch der Erwachsene seinen Spass hat. Der Einsatz der Disney-Charakteren waren ein Highlight, dennoch hätte man wie in der Kritik bereits steht, diese Möglichkeiten noch etwas breiter ausschöpfen können. Trotzdem gefällt Ralph Breaks the Internet und gehört damit zu den besten Animationsfilmen des vergangenen Jahres.

solanumnigrum

Wieder mal ein toller Film, welcher den Zuschauer mit einem wohligen Gefühl an die Vergangenheit der Spielkonsolen erinnert aber nicht versäumt, die heutige Zeit mit einzubinden. So zusagen ein Videospiel-Kulturschock. Und: ein teilweise starker Augenöffner wie intensiv und gefährlich das Internet sein kann.

"Makel" oder je nach Sichtweise sogar ein positiver Aspekt ist: Die älteren Spiele wie Pacman oder Space Invaders werden nur beiläufig erwähnt und nicht wirklich gezeigt. Es werden hier hauptsächlich neuere Spiele und wiedergeborene Franchisen präsentiert.

Richtig gut daran:
-Diverse kleinere, teilweise versteckte Cameo-Auftritte
-Ein Revival von diversen Disney Charakteren
-Viel Humor, selbst in den "kitschigen" Szenen

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