Occupation (2018)

Occupation (2018)

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  2. 119 Minuten

Filmkritik: Achtung - Einschlafgefahr!

Kawumm und Pängpäng
Kawumm und Pängpäng © Studio / Produzent

Gerade noch sind die Menschen in einem kleinen Städtchen in Australien voller Lebensfreude, bereiten sich aufs grosse Spiel vor, reisen mit der Familie kurz durch und planen die Zukunft. Nun aber haben sie Lichter am Himmel entdeckt, denen schon bald ein gross angelegter Angriff von Ausserirdischen folgt. Die Attacke ist schnell, brutal und laut - aber die Bewohner des Städtchens werden fast alle entweder ausradiert oder von den Aliens in Scheunen verfrachtet. Nur eine kleine Gruppe Menschen hat fliehen können und sammelt sich im Wald, um gegen diese Invasion vorzugehen.

Das grosse Feuerwerk!
Das grosse Feuerwerk! © Studio / Produzent

Jahre später, die Aliens haben sich nun definitiv auf dem Planeten niedergelassen und beuten diesen auf ihre eigene Weise aus, sind die Menschen noch immer da und wehren sich gegen die Angreifer. Mit kleinen Aktionen zerstören sie Guerilla-mässig Einrichtungen und töten Soldaten. Doch langsam geht ihr Mut zu Ende und es braucht schon einen grösseren Plan und vor allem Unterstützung, wenn die Menschen den Planeten nicht definitiv verlieren wollen. Mit Hilfe des Militärs soll nun zum grossen Gegenschlag ausgeholt werden.

Occupation ist eine Gurke von Film, die man sich nicht angucken sollte. Die Charaktere schaffen den Sprung zu den Zuschauern nicht, die Aliens schleichen durch den Film, und wenn mal ein bekanntes Gesicht auftaucht wie Temuera Morrison aus Aquaman oder Once were Warriors, schreibt man diesem eine billige Schiess- und Prügelrolle auf den Leib, die den Mann niemals fordert. So ist der Film einfach nur schwach geworden und verspricht von aussen viel mehr, als er wirklich zu halten vermag.

Invasionen von Ausserirdischen sind ein gern gesehenes Thema, um Spezialeffekte an den Zuschauer zu bringen oder auch, in eher kleineren Produktionen, auf Charaktertiefe und Gruppendynamik zu setzen. Aus Australien kommt nun Occupation zu uns, dessen Poster vielversprechend aussieht. Aufgrund der Inhaltsbeschreibung darf man damit rechnen, dass man spannende und interessante knappe zwei Stunden Filmvergnügen vor sich hat. Wenn wir uns da mal nicht mächtig täuschen...

Die ersten Minuten von Occupation öffnen Tür und Tor für eine dreckige Invasions-Storyline, in der brutale Aliens die Menschheit unterdrücken. Zu sehen kriegen wir aber erstmal einen langweiligen Alltag in Australien, der dann von einer unübersichtlichen Attacke von oben unterbrochen wird, worauf sich eine Gruppe unsympathischer Figuren irgendwo im Wald verschanzt. Die danach folgenden Minuten sind dann leider auch nicht wirklich besser, denn mit den Hauptfiguren, den «Helden», wird man überhaupt nicht warm, und die Bedrohung von oben wird auf ein paar langweilige Maskenträger reduziert.

Dass die Macher von Occupation dann doch noch ein bisschen Budget zur Verfügung hatten, zeigen uns die Kampfsequenzen in der zweiten Hälfte, die wenigstens ein bisschen Tempo und Dramatik in die Sache bringen, auch wenn grosse Schiessereien auf dem verlassenen Ackerfeld nicht wirklich zum Besten gehören, was die Sparte zu bieten hat. Hier muss es aber reichen, denn in diesen Momenten ist die Action am Höhepunkt angekommen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

db

Das ist einer dieser herzblut Produktionen, welche für einen Bruchteil von Hollywood Budget produziert werden und dabei einiges besser machen als ihre grossen Bruder. Klar sehen die Effekte mässig aus, die Aliens sind offensichtliche Plastikmasken und die Ausgangslage das einige random ausgewählte Aliens unseren Planeten angreifen, haben wir auch schon viele Male gesehen.

Doch wenigstens gelingt es ihnen hier - im Gegensatz zu Filmen wie Battle Los Angeles oder Skyline - eine Gruppe von Menschen zusammen zu trommeln, für die man sich auch ansatzweise interessiert anstatt von anfang an auf gesichtslosen Soldaten oder nerfende nobodies zu setzen. Zu all dem, werden auch Fragen wie "Warum greifen sie an" und so weiter, sogar beantwortet, was bei vielen nicht einmal aufgegriffen wird.

Unter dem Strich kann ich hier Ausgangslage und Resultat anerkennen, aber er ist auch etwas langfädig und auch schon viele Male gesehen. Von dem her reisst das keine Bäume aus, aber hier hat man etwas riskiert und das ist erfrischend.

muri

Filmkritik: Achtung - Einschlafgefahr!

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