The Meg (2018)

The Meg (2018)

Meg
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  3. 113 Minuten

Filmkritik: "Sun, fun, and nothing to do (for the brain)."

"Sag 'Aaaaah'."
"Sag 'Aaaaah'."

Auf der Suche nach neuen, unerforschten Meereswelten taucht eine Gruppe von Wissenschaftlern in den Marianengraben hinunter und wird dort sogar fündig. Unterhalb des geglaubten tiefsten Punktes der Weltmeere gibt es noch einiges zu entdecken. Doch die Bewohner dieser Welt sind nicht alle happy über diese Eindringlinge. Eines dieser unglücklichen Tiere greift das U-Boot an und macht es bewegungsunfähig.

"Shut up, Meg!"
"Shut up, Meg!"

Zur Hilfe eilen soll dem Team nun Jonas Taylor (Jason Statham), ein erfahrener Experte für Rettungsaktionen in der Tiefsee. Nur sass dieser seit einem Einsatz, bei dem zwei seines Teams ums Leben kamen, nie mehr in einem U-Boot. Hauptverantwortlich für das damalige Desaster war laut ihm die Riesenhaifisch-Art Megadalon, welche eigentlich ausgestorben ist. Niemand wollte Jonas damals glauben. Doch schon bald wird ihm jeder glauben. Denn der riesige Fleischfresser ist nicht nur Schuld an der Lage der auf dem Meeresgrund festsitzenden Wissenschaftler, sondern auch bald an einem noch nie dagewesenen Terror auf den Weltmeeren.

The Meg ist keine Mogelpackung: Hier kämpft Jason Statham wirklich gegen einen eigentlich ausgestorbenen Riesenhaifisch. Das Ganze ist spektakulär und unterhaltsam umgesetzt, wobei sich der Film selbst kaum ernstnimmt. Ein kurzweiliger und actionreicher Sommer-Blockbuster, der nicht absäuft.

In The Meg von Regisseur Jon Turteltaub geht es um einen Mann, der vor Jahren einst einen schweren Verlust erlitten hat und sich seither quält. Doch während den ihm bevorstehenden Ereignissen wird er erkennen, dass es im Leben nicht darum geht, wen man verliert, sondern darum, wen man rettet. Eine berührende Geschichte. Ach ja: einen riesigen, unglaublich hungrigen, alles vernichtenden prähistorischen Haifisch gibt es auch noch.

Herumgeblödelt haben wir im oberen Abschnitt keinesfalls. Denn ein grosser Teil des Filmes dreht sich wirklich um die Dämonen des von Jason Statham gespielten Tauchers Jonas Taylor, der selbst nach jahrelangem Biersaufen immer noch ein sensationelles Sixback besitzt. Diese Szenen sind genau so wenig ernst zu nehmen wie der ganze Plot des Filmes. Das ist jedoch alles nur zum Vorteil. Denn The Meg bietet - frei nach Peach Weber - "sun, fun, and nothing to do (for the brain)." Logiklöcher wie auch ein paar hölzern agierende Schauspieler sind vorhanden, nur nerven sie hier nicht. Alle, die eine Kinokarte für den Film, in dem Transporter Statham gegen den Riesenhai Megalodon kämpft, lösen, sollten wissen, worauf sie sich einlassen. Es gibt Action, dumme Sprüche, einen coolen Helden und einen Gegner, der richtig ausgefuchst (ausgefischt?) ist.

Der Film gibt dabei ein halsbrecherisches Tempo vor und reiht vor allem im zweiten Abschnitt eine Hai-Jagd-Szene an die andere. Zwar ist das alles aufgrund der in den USA angestrebten Altersfreigabe PG-13 äusserst unblutig und auch nicht wirklich furchteinflössend - in der Schweiz gab es eine Freigabe ab 12. Doch The Meg ist nicht Horror- sondern Abenteuerfilm, in dem mutige und auch coole Männer und Frauen eine Katastrophe zu verhindern versuchen. Es ist, als hätten die Macher Jaws geschaut, wären von den vielen Dialogen zwischen Brody, Quint und Hopper gelangweilt gewesen und hätten diese einfach durch mehr Haikonfrontationen ersetzt. Die meisten dieser spektakulären Aufeinandertreffen zwischen Tier und Mensch finden bei Tageslicht statt, worüber man nach der Eröffnungssequenz in einem dunklen U-Boot nur heilfroh sein muss. Denn es ist mühsam, in dieser ersten Sequenz etwas zu erkennen.

So bietet The Meg während 113 Minuten sinnfreie und kurzweilige Unterhaltung, bei der sogar die Endtafel augenzwinkernd ist. Nach dieser muss übrigens nicht mehr verweilt werden. Nach dem Abspann gibt es keine Szenen mehr. Wurden wohl vom Megalodon gefressen.

/ crs

Kommentare Total: 5

yan

Schlechte News für Haifisch-Fans: The Meg erscheint am 13.12. nicht wie erhofft mit einer Unrated-Fassung, die es tatsächlich gibt, sondern lediglich mit der unblutigen Kinoversion und einem Making-of. Daumen runter!

yan

Unterhaltsamer Haifisch-Edeltrash, der sich leider zu fest an die Masse klammert. Eine deutlich blutigere Extended Version wäre nicht nur wünschenswert, der cool animierte Riesenhai hätte dies auch mehr als verdient.

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Meiner Meinung nach hätte es noch trashiger und abgefahrener werden können. Man hat sich aber eher auf die Masse konzentriert. Für einmal schauen ganz in Ordnung.

Nicht zu ernst nehmen ist eine Voraussetzung.

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