Mara (2018)

Mara (2018)

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Filmkritik: You've been marked!

Guete Morge!
Guete Morge!

Polizeipsychologin Kate (Olga Kurylenko) wird an einen Tatort gerufen, an dem ein Mann anscheinend von seiner Frau erwürgt wurde. Die Verdächtige schwafelt unverständliches Zeug, wird abgeführt, während die kleine Tochter erstmal von Kate in ein Gespräch verwickelt wird. Das Mädchen hilft nicht wirklich weiter, erwähnt aber mehrmals den Namen «Mara». Kate nimmt die Spur auf, welche sie in eine Gruppe von Schlaflosen bringt. Dort wird von Dämonen gesprochen, die im Schlaf zuschlagen.

Wo ist die Putzfrau?
Wo ist die Putzfrau?

Während die Polizei das Ganze als Unfug abtut, will Kate Näheres zu diesem Namen und dem dazugehörigen Dämon erfahren. Erst sollen die Opfer markiert werden, bevor «Mara» dann umbarmherzig und gnadenlos zuschlägt. Das macht dieses Wesen schon seit dem Beginn der Zeit, und nun scheint auch Kate auf dessen Liste zu stehen. Denn nicht nur beginnt sie in der eigenen Wohnung Dinge zu fühlen, die unheimlich und unmöglich sind, sondern weiss bald, was es heisst, von einem Dämon gejagt zu werden. Kate darf nicht einschlafen - sonst ist sie verloren.

Wer sich Mara vor dem Schlafengehen anschaut, ist selber schuld. Nach diesem Film macht man mal ein paar Stunden die Augen nicht mehr ohne schlechtes Gefühl zu und zuckt auch mal gern zusammen, wenn der Stubentiger auf den Esstisch springt. Für einen Gruselfilm passt das wunderbar, auch wenn natürlich die Story mit dem Dämon nichts Weltbewegendes ist und der Film vor allem im Mittelteil ein paar zähe Minuten hat, in denen eigentlich nicht viel passiert. Trotzdem: Gruselfaktor ist durchaus vorhanden!

Olga Kurylenko kennen wir aus dem Bond-Film Quantum of Solace oder aktuell aus Johnny English strikes again. Die Schauspielerin aus der Ukraine bastelt fleissig an ihrer Karriere, und dabei soll ihr der Gruselfilm Mara helfen. Denn als Hauptperson muss sie den Film hier auf ihren eigenen Schultern tragen, und macht das gar nicht so schlecht.

Ein Dämon geht um, der Leute markiert und irgendwo zwischen Wachzustand und Tiefschlaf zuschlägt. Das hört sich vielversprechend nach Geisterbahn und Gruselmomenten an, und wenn die Story dahinter noch gut erklärt und erzählt wird, dann darf man sich das Ganze durchaus antun. Und Mara hält, was der Inhalt verspricht: Schreckmomente, verzerrte Gesichter, dunkel Schatten hinter dem Duschvorhang und «Spinner», die dem Ganzen auf den Grund gehen. Eine fast schon klassische Basis für einen Film dieser Art.

Dass solche Filme auch immer wieder mit dem "Monster" stehen und fallen, ist bekannt. In Mara entpuppt sich das Viech als knackendes und knarrendes Wesen mit langen, dünnen Armen und Beinen, das zwar vielfach nur angedeutet wird, aber halt schon einen rechten Schrecken einjagen kann. Nein danke, Madame!

Nebst Kurylenko, die anfänglich als Psychologin ein bisschen fehlbesetzt scheint, sich aber dann steigert, mischeln vor allem unbekanntere Darsteller mit. Das ist eines der grossen Pluspunkte von Mara, denn diese Schauspieler überzeugen auch in den kleinsten Rollen. Eine Besetzung mit Stars wäre wohl nicht so stark gewesen.

/ muri