The Man Who Killed Don Quixote (2018)

The Man Who Killed Don Quixote (2018)

Oder: Mit Ovo chaschs nöd besser. Aber länger.

Handstand

Handstand

Der selbstgefällige Regisseur Toby (Adam Driver) befindet sich mit seiner Crew gerade auf einem Werbedreh in Spanien. Zum Drehen kommt er allerdings nur am Rande. So muss er sich mit den eindeutigen Avancen der verführerischen Jacqui (Olga Kurylenko) herumschlagen, die dummerweise auch die Ehefrau seines Auftraggebers (Stellan Skarsgård) ist. Und dann gerät ihm auch noch eine DVD seines Kunsthochschul-Abschlussfilmes in die Hände: einer Don-Quixote-Verfilmung, die er vor zehn Jahren mit ein paar Kumpels und der Unterstützung der lokalen Bevölkerung ganz in der Nähe gedreht hat.

Es tanze die Lanze.

Es tanze die Lanze.

Warum nicht mal seine alte Wirkungsstätte besuchen, denkt er sich und leiht sich auf dem Set ein Motorrad für eine kleine Spritztour aus. Am ehemaligen Drehort stellt er dann aber Merkwürdiges fest: Sein ehemaliger Don-Quixote-Hauptdarsteller (Jonathan Pryce), ein spanischer Schuhmacher, den er damals direkt von der Strasse engagierte, hat seine Rolle etwas zu sehr verinnerlicht und hält sich jetzt selbst für den grossen Ritter. Und als er Toby wiedersieht, ist er überzeugt, seinen Knappen Sancho Panza vor sich zu haben...


Film-Rating

Wenn die Geschichte hinter dem Film dramatischer ist als der Film selbst, dann spricht dies normalerweise nicht für den Film. The Man Who Killed Don Quixote ist eine Ausnahme, denn dessen Produktionsgeschichte ist so unglaublich, dass sie nur schwer zu übertreffen ist. Terry Gilliams Herzensprojekt, das sich über ein Vierteljahrhundert hingezogen hat, ist zwar leider nicht sein bester Film geworden. Doch für zwei abgedrehte Abenteuerstunden in bewährter Gilliam-Manier reicht's allemal. Und das Allerschönste am Film ist ja sowieso, dass es ihn überhaupt gibt. Endlich.

» Ausführliche Kritik anzeigen


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

28.05.2018 / ebe

Community:

Bewertung: 3.6 (4 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

1 Kommentar