Leprechaun returns (2018)

Leprechaun returns (2018)

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  3. 92 Minuten

Filmkritik: Who is Werner Herz-Cock?

Netflix
Sympathisches Kerli
Sympathisches Kerli © Netflix

Die junge Lila (Taylor Spreitler) reist irgendwo ins Nirgendwo, um dort mit ihrer Studentenschwesternschaft ein neues Haus für die Verbindung ein- und aufzurichten. Es soll ökologisch einwandfrei sein, weshalb aktuell noch eigentlich gar nichts so läuft, wie es dann sollte. Als sie vom schrulligen Transportfahrer abgeliefert wird, vernimmt sie ein seltsames Lachen, das aus dem alten Brunnen zu kommen scheint. Aber hey, da ist sicher nichts drin, das in früheren Zeiten dorthin verbannt wurde. Das wäre ja gelacht!

Das Drehbuch?
Das Drehbuch? © Netflix

Während die Mädchen (und ein paar Jungs) nun das Haus umbauen, hat sich der Lachsack vom Brunnen, ein irischer Leprechaun (Linden Porco) mit Mordshunger und auf der Suche nach seinen Goldmünzen, sein erstes Opfer geholt, indem er aus dessen Bauch geplatzt ist. Da ihm die Goldmünzen achso fest fehlen und er deren Verlust nur durch ultrabrutale Morde an jungen Menschen kompensieren will, geht nun die grosse Abschlachterei los. Dabei stellt sich der Gnom nicht nur fantasievoll mit allerlei Geräten an, sondern findet in Lila auch eine Gegnerin. Diese hat von ihrer Mutter (die damals den kleinen Grünling schon abserviert hat) ein paar hilfreiche Ratschläge zur Bekämpfung des Leprechauns erhalten.

Leprechaun returns wurde direkt für die Fernsehauswertung produziert und ist nun auf Netflix abrufbar. Die kostengünstige Produktion bietet zwar keine grossen Überraschungen, hat aber mit dem bösen Zwerg einen üblen Mördergnom, der seine Taten mit Sprüchen kommentiert und dessen Lachen schon nach wenigen Minuten recht nervtötend ist. Es dürfte wohl nicht gross überraschen, wenn wir von dieser Reihe noch nicht den letzten Film gesehen haben.

1993 startete mit Leprechaun eine Horrorfilmreihe, die nicht nur Jennifer Aniston (Murder Mystery) zu ihrem Kinodebüt verhalf, sondern auch einen Rattenschwanz voll schlechter und unsinniger Sequels nach sich zog. Regisseur Steven Kostanski (The Void) hat sich nun dieses Charakters angenommen, jegliche Fortsetzungen ignoriert und präsentiert mit Leprechaun returns einen ziemlich dämlichen, aber leider auch recht witzigen Gruselfilm, in dem ein kleiner, grüner und ekliger Troll für Blutfontänen sorgt und schreiende Menschen zurücklässt.

Zur Story gibt es echt nicht viel zu sagen. Die Opfer verhalten sich (Genre-gerecht) ziemlich dämlich, wobei der Kill mit der Drohne der Gipfel allen Unsinns ist. Das Geschrei ist gross, die Charaktertiefe der Figuren schlichtweg nicht vorhanden und diejenigen Zuschauer, die bei allem Gemetzel auch mal auf eine nackte Brust oder einen sexy Oberkörper hoffen, kommen sowieso nicht auf ihre Kosten. Leprechaun returns hat mit Sex nichts am Hut und beschränkt sich auf das Töten und die faulen Sprüche des Kobolds. Der Film beweist einmal mehr, dass Kultfilme von damals heute noch weniger funktionieren.

Der kleinwüchsige Linden Porco scheint dann auch der einzige der Darstellerriege, der aus seiner Figur ein bisschen was rauszuholen vermag. Er tritt damit in die Fussstapfen bekannter Leprechaun-Darsteller wie Warwick Davis (der den Kobold in den meisten Filmen verkörperte) und Dylan «Hornswoggle» Postl, der in Leprechaun: Origins auf Killertour gehen durfte.

/ muri