Johnny English Strikes Again (2018)

Johnny English Strikes Again (2018)

Johnny English - Man lebt nur dreimal
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  3. 88 Minuten

Filmkritik: Analog vs. Digital

Disco Fever!
Disco Fever!

Die britische Premierministerin (Emma Thompson) ist in Not! Ihr Land wird von Hackern angegriffen und die hauseigene Agentenabteilung entblösst. Jeder MI-7-Agent wird enttarnt und auch die cleversten Computerspezialisten können diese Attacken weder erklären, noch verhindern. Es gilt nun die Agenten zu finden, die nicht in der Computerdatei waren, um diese auf den Fall anzusetzen. Nach einem kleinen Vorfall mit altem Spionage-Spielzeug ist nur noch einer übrig: Johnny English (Rowan Atkinson)!

Ready Player One!
Ready Player One!

Der inzwischen als Lehrer arbeitende English macht sich zusammen mit seinem Partner Bough (Ben Miller) auf, die Hintermänner dieser Attacken zu entlarven. Als Old-School-Agent verlässt sich English dabei nicht auf Mobiltelefone, strombetriebene Autos oder anderen neumodischen Quark, sondern kramt die alten Waffen und den Aston Martin hervor. Die Ermittlungen führen unser dynamisches Duo nach Frankreich, wo sie auf die schöne Ophelia (Olga Kurylenko) treffen, die mehr weiss, als sie zugibt. English ist der beste Mann vor Ort und tappt natürlich in jedes Fettnäpfchen, in das man so tappen kann...

Auch wenn Johnny English Strikes Again wie auch seine Vorgänger kein grosser Film geworden ist, so darf man doch ein paar Mal grinsen oder auch lauthals herauslachen. Vor allem der erste Teil des Films punktet mit Witz und Pepp, lässt aber halt leider danach nur noch eine routinierte und nicht mehr so unterhaltsame Auflösung folgen. Von den "English"-Filmen sicherlich der Beste. Auch wenn das kein Lob partout ist...

Die spassige Agentenreihe, die 2003 mit Johnny English witzig begann und mit Johnny English reborn mühsam weitergeführt wurde, kriegt nun einen dritten Teil. In Johnny English Strikes Again gibt uns Rowan Atkinson erneut den schusseligen und arroganten Agenten.

Die erste Hälfte von Johnny English Strikes Again macht richtig Spass. Atkinsons physischer Humor, seine Erfahrungen mit der virtuellen Realität oder die musikalische Untermalung aus den 80ern (Wham!, FGTH!) sind witzig und sorgen für gute Laune. Dass da noch eine üble Bedrohung im Raum steht, vergisst man fast. Diese wird dann im zweiten Teil dafür omnipräsent, was dem Ganzen leider den Schwung und auch etwas den Spassfaktor nimmt. Denn gegen Ende hin setzt man auf routinierte Gags, Blödeleien und Pannen. Inzwischen nicht mehr ganz so lustig, die Dinger...

Überhaupt, die Komik besteht zu grossen Teilen aus Slapstickeinlagen, die mehr oder weniger schonmal gesehen wurden. Wenn Atkinson aber die Energiepille schluckt und zum Tanzmarathon schreitet, dann zeigt er gute Mann, dass er halt doch allen Kritiken zum Trotz noch immer ein glatter Kerl ist. Das lenkt dann auch ein bisschen von der zähen, weil nicht gross innovativen Story ab.

Neben Mr. Bean, der auch hier immer wieder durchbricht, scheinen vor allem Emma Thompson und Ben Miller ihren Spass daran gehabt haben, mal wieder so richtig zu blödeln. Vor allem Thompson hat als überforderte Ministerin ein paar gute Lacher auf ihrer Seite. Dafür ist die böse Seite enttäuschend matt und langweilig. Auch hier hat man es verpasst, einen "richtigen" Gegner zu erschaffen.

/ muri

Kommentare Total: 2

globinli

Lustig, unterhaltsam, halt so, wie ich es mir von "Mister Bean" vorstelle. Habe mich jedenfalls bestens amüsiert und nicht gelangweilt. Tiefgründig ist der Film erwartungsgemss natürlich nicht.

Zum eigentlichen Thema Analog gegen Digital: Ja, es hat was :-) Alles hat seine Vor- aber auch seine Nachteile.

muri

Filmkritik: Analog vs. Digital

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