Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

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  2. 105 Minuten

Filmkritik: Das mit dem "Eine Insel mit zwei Bergen..."

"Ach schau her, ein Kuckuckskind."
"Ach schau her, ein Kuckuckskind."

Irgendwo im weiten Meer liegt die Insel Lummerland, auf der genau vier Menschen leben: König Alfons (Uwe Ochsenknecht) und seine drei Untertanen Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), Ladenbesitzerin Frau Waas (Annette Frier) und Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst). Als der Postbote (Volker Zack) dann eines Tages ein falsch adressiertes Paket abliefert, ist die Insel um einen Bewohner reicher - um ein kleines Kind, welches die Bewohner Jim Knopf taufen. Jim wächst bei seiner Pflegemutter Frau Waas auf.

Eine Reise, die macht Freude.
Eine Reise, die macht Freude.

Einige Jahre später ist Jim (Solomon Gordon) zu einem aktiven Jungen herangewachsen, der bei Lukas in die Lokomotivführer-Lehre gegangen ist. Doch weil sich König Alfons Sorgen über eine mögliche Überbevölkerung von Lummerland macht und Lukas' Lokomotive Emma stilllegen will, brechen Lukas und Jim gemeinsam mit Emma in ein Abenteuer auf, bei dem sie auf Piraten, Drachen und den Kaiser von Mandala treffen.

Wer gerne wieder einmal träumen und sich in eine Fantasiewelt versetzen lassen möchte, ist mit Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer genau richtig beraten. Michael Endes berühmte Geschichte wird hier zum unterhaltsamen Familienfilm, der einem mit seinen grossartigen Bildern und teuer wirkenden Spezialeffekten begeistert. Da beginnen nicht nur Kinderaugen zu leuchten, wenn Jim Knopf und Lukas auf Reisen gehen.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer beginnt auf hoher See, und für einen Moment glaubt man sich in einer Low-Budget-Produktion von Pirates of the Caribbean zu befinden. Dem ist aber nicht so, und schon bald fühlt man sich auf der hübsch dargestellten Insel Lummerland wie zuhause. Alles ist lieblich und detailgetreu aufgebaut. Etwas, was sofort ins Auge sticht und den Film auszeichnet, sind die vielen digital erschaffenen Welten und Spezialeffekte. Die können locker mit den grossen Hollywood-Produktionen mithalten. Die Drachen wirken nicht künstlich oder billig, nein im Gegenteil, sie werden so manches Kind das Fürchten lehren. Apropos Drache: Michael "Bully" Herbig leit dem Halbdrachen Nepomuk seine Stimme.

Die Figur des Lukas erinnert im ersten Moment an Popeye oder den fluchenden Kapitän Haddock aus Tim und Struppi; auch deshalb, weil er übermenschliche Kräfte zu haben scheint. Zu Recht spielt hier Henning Baum die Rolle des Lokomotivführers. Der Mann ist ein Fels in der Brandung und eine ausgezeichnete Wahl. Dem jungen Solomon Gordon sieht man es an, dass er vom Theater kommt; die Mimik ist manchmal ein bisschen zu übertrieben, aber ansonsten hat der Junge Talent und vermag zu überzeugen. Uwe Ochsenknecht, Christoph Maria Herbst und Annette Frier sind da nur nettes Beigemüse. Wobei noch zu erwähnen wäre, dass Frier die einzige Frau mit einer mehr oder weniger tragenden Rolle im Film ist.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist ein unterhaltsamer, gut gemachter Familienfilm, der nicht nur Kindern einen kurzweiligen Kinobesuch bescheren wird. Michael Endes Geschichte über den dunkelhäutigen Jungen und den bärbeissigen Lukas wurde in dieser deutschen Produktion gut umgesetzt und kann mit amerikanischen Filmen absolut mithalten.

/ mig

Kommentare Total: 2

coolray

Das Machwerk hat so viel Fantasie wie eine Dokumentation über Schrauben und so viel Charme wie ein Macho mit Thestosteronüberschuss . Ich habe es bereut dieses Machwerk angeschaut zu haben. Schöne Bilder machen noch lange keinen guten Film.
Alle Darstelle von Lummerland sind fehlbesetzungen
Henning Baum als Lukas der Lokomotivführer geht gar nicht, Uwe Ochsenknecht als König Alfons ist eine Zumutung, Anette Frier als Frau Waas ..reden wir lieber nicht darüber und zu guter letzt Christop Maria Herbst als Herr Ärmel ebenso fehl besetzt.
Da schaue ich mir lieber die Geschichte noch einmal von der Augsburger Puppenkiste an..denn da spielen die Puppen nicht so hölzern wie es die Schauspieler hier tun.

mig

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