Insidious: The Last Key (2018)

Insidious: The Last Key (2018)

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  3. 103 Minuten

Filmkritik: Die Schlüsselfigur

*winke, winke*
*winke, winke* © Sony Pictures Releasing Switzerlund GmbH

Als die bekannte Parapsychologin Dr. Elise Rainier (Lin Shaye) noch ein kleines Mädchen war, lebte sie zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder Christian in einem Haus in Five Keys, New Mexico. Bereits da wusste sie von ihrer Gabe, mit Toten Kontakt aufnehmen zu können, doch ihr Vater, der nicht viel von Geistern und Dämonen hielt, bestrafte sie immer wieder mit Schlägen dafür. Auch nach dem tragischen Tod ihrer Mutter hielt sich ihr Vater kaum zurück. Bis zu dem Tage, als Elise ihren Bruder im Stich liess und von zu Hause weglief.

Achtung, hinter dir!
Achtung, hinter dir! © Sony Pictures Releasing Switzerlund GmbH

Als Elise im Jahr 2010 einen Anruf von einem Mann (Kirk Acevedo) erhält, der ihre Hilfe mit paranormalen Erscheinungen benötigt, bleibt ihr vor Schreck beinahe das Herz stehen. Der verängstigte Mann am Apparat wohnt an derselben Adresse, wo Elise aufgewachsen ist und viele schreckliche Dinge erlebt hat. Mit ihren beiden trotteligen Mitarbeitern Tucker (Angus Sampson) und Specs (Leigh Whannell) kehrt sie zu ihrem alten Wohnort zurück und spürt schnell, dass das Böse nur auf sie gewartet hat.

Horror, Schocks und Jump-Scares ziehen vor allem junge Leute in die Kinosäle. Dass das Niveau der Filme bei den vielen Fortsetzungen und Nachmachern stagniert oder gar abnimmt, ist nicht von Bedeutung. Hauptsache der Gewinn stimmt, und da die Filme meist mit niedrigem Budget gedreht werden, ist das Risiko minim. Bei Insidious: The Last Key ist es für einmal anders, denn Adam Robitel hat einen unerwartet überzeugenden Film zum Franchise beigetragen, der sich mit seinen Wendungen nicht einmal vor dem ersten Teil zu verstecken braucht.

Nachdem James Wan bereits mit Saw und The Conjuring zwei Franchises ins Leben gerufen hat, die dieses und letztes Jahr ihres Comebacks mit dem achten bzw. zweiten Teil feierten, geht in Kürze auch die Insidious-Reihe, dessen erste Teil ebenfalls auf Wans Konto geht, in die vierte Runde. Bei Insidious: The Last Key fungierte der Erfolgsregisseur wie schon beim letzten Chapter nur noch als Produzent. Zusammen mit Jason Blum (Blumhouse Productions), Oren Peli (Paranormal Activity) und Leigh Whannell, der für jedes Insidious-Drehbuch und dessen Figuren verantwortlich zeichnete, kam für den vierten Teil ein erstaunlich mächtiges Team zusammen. Whannell, der neben dem Autorenjob auch einen der beiden trotteligen Möchtegern-Ghostbusters in den Filmen mimt, hat das Regiezepter an Newbie Adam Robitel weitergegeben. Dieser feierte 2014 mit The Taking sein Debüt. Während Insidious: Chapter 3 direkt auf DVD und Blu-ray erschien, hat es Insidious: The Last Key nun wieder in unsere Kinos geschafft. Kein Wunder, mit einem solchen Produzentengespann!

Auch wenn Robitel die Geisterstunde nicht neu erfindet und die Dämonenkiste um Lin Shaye alias Elise Rainier langsam aber sicher durch ist, hat man sich für Insidious: The Last Key ins Zeug gelegt und wenigstens versucht, wieder etwas Originalität einzubringen. Mit ein paar gelungenen Wendungen, die hier natürlich nicht preisgegeben werden, darf sich der Zuschauer auf ein bisschen mehr als nur den gewöhnlichen Jump-Scare freuen. Natürlich gibt es auch davon wieder mehr als genug. Leider sind diese aber bis auf ein paar wenige Ausnahmen genauso absehbar, wie in anderen Geisterproduktionen und darum auch nicht wie erwartet das Herzstück des Films.

Was für einen vierten Teil eines Franchises etwas eigenartig klingt: Insidious: The Last Key hat ohne Witz die beste Geschichte der Reihe zu bieten. Mit der Vorgeschichte zum ersten Teil wird der Zuschauer zuerst in die Kindheit von Elise geschickt. Der Rest des Films spielt dann im Jahr 2010, ein paar Wochen oder Monate vor dem Fall bei den Lamberts in Insidious. Auch hier hat sich Whannell etwas ausgedacht und beschert uns ein Wiedersehen mit dem wohl bekanntesten Gesicht der Reihe. Insidious: The Last Key setzt zwar auf die typischen Schockmomente, gibt sich damit aber nicht zufrieden und führt die Zuschauer etwas unerwartet an der Nase rum und spielt so mutiger als auch schon mit dem übel ausgeleierten Subgenre.

Yannick Suter [yan]

Yannick arbeitet seit 2010 als Freelancer für OutNow. Sci-Fi-, Horror- und Mindfuck-Filme sind seine Favorites. Wenig anfangen kann er mit Kostümfilmen und allzu prätentiösen Arthouse-Produktionen. Wer aber etwas über äusserst verstörende Filme erfahren möchte, ist bei ihm an der richtigen Adresse.

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Kommentare Total: 2

andycolette

Spannend gut gemacht aber Teil 1-3 hat gereicht die waren
Besser!! Aber für einmal war es gut toll Schreck Momente!!!

yan

Filmkritik: Die Schlüsselfigur

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