Incredibles 2 (2018)

Incredibles 2 (2018)

Die Unglaublichen 2
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  2. 118 Minuten

Filmkritik: Umgekehrte Familienrollen

Wer döst zuerst weg?
Wer döst zuerst weg? © Disney

Nachdem die Superheldenfamilie von Bob Parr (Stimme von Craig T. Nelson) und Helen (Stimme von Holly Hunter) durch eine etwas aus dem Ruder gelaufene Aktion gegen den Underminer (Stimme von John Ratzenberger) wieder in den Schlagzeilen gelandet ist, wird das Schutzprogramm gegen sie aufgelöst. Superhelden sind teuer und machen mehr Schaden als sie nützen. Gegen dieses Urteil will ein schwerreicher Unternehmer namens Winston (Stimme von Bob Odenkirk) der Familie unter die Arme greifen. Mithilfe von Publicity-Aktionen von Elastigirl (Frau Parr) soll die Legalisierung der Superhelden finanziert werden.

Schatzis neues Spielzeug
Schatzis neues Spielzeug © Disney

So startet Elastigirl ihre grossen und aufregenden Abenteuer, während sich Gatte Bob um Tochter Violet (Stimme von Sarah Vowell) und die Söhne Dash (Stimme von Huck Milner) und Jack-Jack kümmern soll. Und wenn das nicht schon schwer genug wäre (schliesslich entwickelt Jack-Jack immer neue Super-Fähigkeiten), taucht auch noch eine üble Figur namens «Screenslaver» auf, der sich auf perfide Art die Menschheit untertan machen will. Die Familie Parr muss nun zusammen mit Kumpel Frozone (Stimme von Samuel L. Jackson) den Bösen stellen und beweisen, dass sie als Familie unschlagbar sind.

The Incredibles 2 ist wie das Original ein Superfilm geworden. Der Unterhaltungsfaktor ist und bleibt hoch, auch wenn der erste Auftritt der Familie ein bisschen mehr Neues zu bieten hatte. Aber spätestens, wenn Frozone auftaucht und Modemacherin Edna Mode auf Jack-Jack zu schauen hat, wird das Zwerchfell überansprucht. In den ruhigeren Sequenzen spielt Regisseur Brad Bird seine ganze Stärke aus. Ein schwacher Bösewicht verhindert die Maximalwertung.

Vierzehn (!) Jahre mussten wir Fans auf die Fortsetzung des Pixar-Hits The Incredibles warten. Immer wieder wurden Gerüchte über ein Sequel gestreut, aber erst seit dem Pixar definitiv in den Disneykonzern einverleibt wurde, werden diese Fortsetzungen auch regelmässig produziert. Im Fall der unglaublichen Familie Parr hat sich die Wartezeit gelohnt, denn The Incredibles 2 macht fast alles richtig!

Im Stil der älteren Agentenfilme und etwas entfernt der bombastischen Knaller-Comics, die das Kino in den letzten Jahren überfluten, nimmt sich The Incredibles 2 auch die Zeit, das elastische Superheldenoutfit in den Schrank zu legen und ganz normale, familiäre Problemchen zu wälzen. Stets jedoch sympathisch, witzig und den Zuschauer ins Herz treffend. So werden auch die ruhigeren Sequenzen sehenswert und überzeugend.

Die bekannten Heldenfiguren zeigen sich von ihrer besten Seite, wobei natürlich der im Original bereits angeteaserte Entwicklungsschub von Baby Jack-Jack die Lacher auf seiner Seite haben wird. Der Zweikampf mit dem Waschbär ist eine Szene zum immer wieder gucken! Etwas mehr Mühe haben Macher Brad Bird und Kollegen mit dem Bösewicht «Screenslaver». Dessen Identität ist nämlich schon bald für findige Zuschauer kein Rätsel mehr, und somit kommt die Gefahr zwar mit blinkenden Lichteffekten, aber ohne wirklichen Schwung. Da hätten sie besser den «Underminer» etwas länger im Spiel behalten.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 4

yan

Fand schon den ersten Teil einer der schwächeren Pixar-Filme. Der zweite ist dann nur noch Durchschnitt. Hätte man sich sparen können...

globinli

Mit einem Baby glatt zum Adoptieren :-) Toll gezeichnet. Fand den Film sehr unterhaltsam.

muri

Filmkritik: Umgekehrte Familienrollen

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