Incoming (2018)

Incoming (2018)

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  2. 93 Minuten

Filmkritik: Don't f*ck with America!

Der Meister sitzt oben!
Der Meister sitzt oben! © Studio / Produzent

Wohin bringt man den Abschaum der Gesellschaft, der in keinem irdischen Gefängnis gehalten werden kann? Richtig, ins All. Auf einer internationalen Raumstation hat man eine Gruppe Verbrecher und Terroristen eingepfercht. Diese haben keinen Kontakt zueinander und werden überwacht durch ein Computersystem. So hoffen die Verantwortlichen, von diesen Kerlen nichts mehr zu hören. Als nun aber eine Psychologin (Michelle Lehane) und ein CIA-Agent (Scott Adkins) auf der Station auftauchen, geht das Chaos los.

Let's have some fun!
Let's have some fun! © Studio / Produzent

Nicht nur, dass die Gefangenen einen Weg finden, den Computer zu überlisten und sich zu befreien, nein, sie haben auch noch vor, die Station auf Moskau fallenzulassen, nachdem sie mit dem angedockten Raumschiff geflohen sind. Dagegen stellt sich Agent Reiser, der mehr über die Gefangenen weiss, als er seinen Kollegen erzählen darf. Es wird also zum grossen Rennen gegen die Zeit und gegen brutale Terroristen, die vor Halsaufschlitzen und jeglichen Foltermethoden nicht zurückschrecken.

Incoming ist ein B-Movie, das in den Kampfsequenzen angenehm hart und brutal ist, während die Geschichte drumherum vor allem dazu dient, Übergänge zwischen den Actionmomenten zu bieten. Das macht gut Spass für zwischendurch, bleibt aber verständlicherweise nicht lange im Gedächtnis hängen.

Scott Adkins, der Engländer, der sich mit seiner Kampftechnik und seinen B-Actionfilmen eine schöne Fanschaft aufgebaut hat, dreht fleissig seine Filme. Erst grad war er mit The Accident Man bei uns im Gespräch, nun folgt der nächste Actionreisser. Incoming bietet dem Prügelstar die optimale Umgebung, um nicht nur allerlei Köpfe einzuschlagen, sondern auch um eine einigermassen annehmbare Story zu liefern.

Dass bei Filmen wie Incoming der Fokus auf Action und Spannung liegt, dürfte nicht überraschen. So braucht der Film dann auch keine lange Einleitung, und Hintergründe werden nur spärlich verbreitet. Da oben hat es böse Buben, die übernehmen eine Raumstation und ein Agent muss sich (und seine "Guten") retten. Die Einfachheit ist die Stärke des Films.

Darstellerisch steht natürlich Adkins im Mittelpunkt. Er wird unterstützt von Kollegen, die ihm kampftechnisch das bieten, was der Meister braucht. Ein paar Charaktere sind ein bisschen besser ausgearbeitet, einige bleiben Kanonenfutter. Das stört aber nicht wirklich, da sich die Story eh nur auf eine Handvoll Charaktere beschränkt. Und auch wenn man beim Abspann deren Namen nicht mehr weiss, dann muss man sich darüber keine Sorgen machen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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