Hunter Killer (2018)

Hunter Killer (2018)

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  3. 122 Minuten

Filmkritik: Die Welt von unten retten...

Grüezi, chani Pizza bstelle?
Grüezi, chani Pizza bstelle?

Irgendwo in der Arktis, unter Eisbergen im stillen Wasser, verfolgt das amerikanische U-Boot «Tampa Bay» ein russisches Pendant und wird plötzlich beschossen. Der Torpedo wurde aber nicht vom beschatteten Boot abgefeuert, sondern von einer dritten Partei, die oben, knapp unter dem Eis agiert und dann auch noch die Russen beschiesst. Dieser Vorfall wird nun zum Thema im amerikanischen Militär, und man holt sich den Kommandanten Joe Glass (Gerard Butler) und sein Team an Bord. Mit der «Arkansas» soll die Gruppe zum Tatort fahren, um dort für Erkenntnisse zu sorgen.

Wänn chunnt sie ächt?
Wänn chunnt sie ächt?

Gleichzeitig wird ein Team von Navy Seals beauftragt, eine russische Basis zu beschatten. Dort aber werden die Soldaten Zeugen, wie der russische Verteidigungsminister den amtierenden Präsidenten des Landes als Geisel nimmt und somit die Weltordnung durcheinanderwirbeln will. So laut und hart an der Oberfläche nun gekämpft wird, so leise und taktisch muss Joe Glass mit seinem U-Boot vorgehen. Mit Hilfe seines russischen Amtskollegen Andropov (Michael Nyqvist) muss er nun versuchen, den Präsidenten zu retten und einen neuerlichen Weltkrieg zu verhindern. Denn genau das haben die Bösewichte vor...

Für einen Actionthriller ist Hunter Killer schlichtweg zu langweilig. Die zwei Stunden Spieldauer ziehen sich in die Länge und es wundert nicht, dass der Film in den US-Kinos nicht wirklich lang oder gar erfolgreich gelaufen ist. Wer nach Action und Spannung unter Wasser verlangt, sollte sich zweimal überlegen, ob er sich diesen Schnarcher antun will. Oder man ist halt ein richtig grosser Fan von Gerard Butler und nimmt ihm den patriotischen Soldaten ab. Dann kann man vielleicht man reingucken.

Das Boot oder The Hunt for Red October sind nur zwei Beispiele, wie Thriller in U-Booten funktionieren können. Die beklemmende Enge, die schweisstreibende Panik, absolute Stille, nervenzerreissende Spannung und die ohrenbetäubenden Einschläge, wenn der Torpedo trifft - das alles hätte Hunter Killer nötig gehabt, um auf ein Niveau zu kommen, das es für die Zuschauer interessant macht, der Story zu folgen. Leider ging dieser Film dabei unter...

Gerard Butler hatte erst vor kurzem in Den of Thieves mal wieder bewiesen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. In Hunter Killer ist davon, ausser viel Geplapper und angestrengtem (konzentriertem?) In-die-Kamera-Schauen, nicht viel geblieben. Seine Figur, immerhin einer der Hauptcharaktere des Films, bleibt blass, baut keine emotionale Verbindung zu den Zuschauern auf, und ob er jetzt Erfolg mit seinen Taktiken hat oder nicht, interessiert bald nicht mehr.

Der grosse Knackpunkt ist die Story. Zwar spielt man immer wieder mit der Spannung und lässt die Erwartungen des Publikums ansteigen, aber so richtig heiss wird's nie. Da nützen auch die tollen Unterwasserbilder nichts, in denen sich computeranimierte Boote mal unter-, dann wieder übereinander befinden. Es bleibt halt einfach fades Gemüse da unten, und an der Oberfläche interessiert es mit der Zeit eh nicht mehr, wer da wem hinterher jagt...

Nebst Butler tauchen auch noch Gary Oldman und (in einer seiner letzten Rollen) Michael Nyqvist auf. Ihnen beiden hätte man eine bessere Rollenauswahl gewünscht. Hier sind sie allesamt komplett unterfordert.

/ muri

Kommentare Total: 2

yan

So übel war der Film nun auch wieder nicht. Fand ihn jedenfalls ordentlich unterhaltsam.

Weniger gefallen haben mir die Effekte und haufenweise Logiklöcher, die man einfach nicht zu sehr unter die Lupe nehmen sollte.

muri

Filmkritik: Die Welt von unten retten...

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