Holmes & Watson (2018)

Holmes & Watson (2018)

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Filmkritik: You want some heroin?

Was Guardiola wohl dazu sagen würde?
Was Guardiola wohl dazu sagen würde?

Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Will Ferrell) ist nicht nur brillant, sondern vor allem von sich und seinen Theorien absolut überzeugt. Sein Partner in der Bekämpfung von allerlei Verbrechen ist Doctor John Watson (John C. Reilly), der das frisst, was ihm sein Freund vorsetzt und es nicht wagt, dem Meister zu widersprechen. Nun steht unser Duo vor dem komplexesten Fall seiner Karriere, denn der finstere Professor Moriarty (Ralph Fiennes) hat gedroht, die englische Königin zu töten, sollte dies Holmes nicht binnen vier Tagen zu verhindern wissen.

Erst wird gepafft!
Erst wird gepafft!

Die Ermittlungen Holmes' führen zur amerikanischen Ärztin Hart (Rebecca Hall), die ihrerseits einen kurrligen Sidekick hat: Millie (Lauren Lapkus), die dem Meisterdetektiv den Kopf verdreht. Weiter geht's mit den Untersuchungen des Falls, bei dem die Zeit immer schneller davonzurasen droht. Selbst Holmes' Bruder Mycroft (Hugh Laurie), mit dem Sherlock vorzugsweise via Gedanken kommuniziert, bringt unser Duo nicht wirklich weiter. Schliesslich kommt es zum Showdown im Hafen, wo das grosse Schiff, die Titanic, steht.

Holmes and Watson ist eine Gurke durch und durch. Dass diese Blödelei trotzdem bislang 30 Millionen Dollar eingespielt hat, zeigt, dass das Publikum auch gerne mal witzloses und langweiliges Rumgewurstel anschauen mag. Künftig bitte, Herr Ferrell und Herr Reilly, wieder bessere Arbeit abliefern! Dass ihr das könnt, habt ihr schon mehrmals bewiesen.

Filme über die Romanfigur von Arthur Conan Doyle gibt es inzwischen fast wie Sand am Meer. Die kommerziell erfolgreichste Reihe über den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, mit Robert Downey Jr und Jude Law soll ja 2020 in die dritte Runde gehen. Bis dahin müssen wir uns mit der Blödelversion mit Will Ferrell und John C. Reilly begnügen. Die beiden bieten in Holmes and Watson aber leider einen Quark, der über die ganze Laufzeit von knapp 90 Minuten kaum mal einen Lacher produziert.

Holmes and Watson ist bereits die vierte Zusammenarbeit von Ferrell und Reilly. Filme wie Step Brothers oder Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby haben den schrägen Humor der beiden Schauspieler dem grösseren Publikum schon nähergebracht. In Holmes and Watson finden aber weder Ferrell noch Reilly zur gewohnten Form, und ihre Blödeleien verleiden bereits nach ein paar Minuten. Da helfen nur noch Gastauftritte!

Stars wie Steve Coogan, Hugh Laurie (er hat wohl die witzigste Sequenz im Film...), Wrestler Braun Strowman oder gar Ralph «Voldemort» Fiennes (in drei Cameos) tauchen auf, halten ihr Gesicht in die Kamera und verschwinden wieder. Billy Zane (Titanic) muss man sogar noch extra erwähnen, da er sonst untergehen würde.

Witztechnisch wird sehr magere Kost geboten. Zwar sind die sich wiederholenden Schäferstündchen der Haushälterin von Holmes mit prominenten Figuren der Geschichte ganz witzig. Zudem noch ein Witzchen mit Bienen, ein paar Opium-Sprüche und die Selfie-Sequenz aus dem Trailer, aber damit haben wir dann auch ausgelacht. Der Rest nervt, ist öde, zäh und auch gerne mal oberpeinlich.

/ muri

Trailer Englisch, 02:15