Hell Fest (2018)

Hell Fest (2018)

  1. 89 Minuten

Filmkritik: Wanna be scared?

Hereinspaziert!
Hereinspaziert!

Als Nathalie (Amy Forsyth) zu ihrer besten Freundin zurückkehrt, hat diese bereits ein paar Kumpels von damals um sich geschart und das Weekend geplant. Es soll ans «Hell Fest» gehen, in den gruseligen Vergnügungspark mit seinen Horror-Häusern und Geisterfiguren. Die Gruppe, die sich auch zwischenmenschlich endlich näherkommt, startet den Gruselabend mit viel Gelächter und Spass. Schliesslich sind diese Monster und Horrorfiguren ja eh alles nur Plastik, und die Darsteller haben sich an ganz einfache Regeln zu halten. Es geht um Spass und wohligen Grusel. So stellen sich Nathalie und Kollegen das jedenfalls vor.

Lass! Es! Raus!
Lass! Es! Raus!

Bald merken die jungen Gäste, dass ihnen anscheinend einer der Angestellten folgt. Der Kerl mit den speziellen Schuhen und der Maske taucht regelmässig auf, erschreckt und beginnt nun sogar zu morden! Er macht Jagd auf unsere Gruppe und dezimiert sie auf brutalste Weise, wobei nur Nathalie selber dies merkt und ihre Freunde warnt. Die jedoch tun das Ganze als Spass ab, bis sie selber realisieren, was da genau zwischen Geisterbahn und Mörderclowns passiert. Doch bis dahin sind sie längst selber ins Visier des Killers geraten, der seinen Opfern immer einen Schritt voraus ist.

Wer sich in den heutigen Geisterbahnen langweilt und sich von Grusel-Darstellern in Vergnügungsparks nicht erschrecken lässt, sollte mal einen Blick in Hell Fest werfen. Der Film bietet eine schöne Stimmung, der Blut- und Meuchelfaktor ist ansprechend und die Jumpscares kommen auch gut. Dass dabei die Opfer nebensächlich bleiben, durfte erwartet werden. Es macht aber trotzdem überraschend viel Spass, dieses Meuchel-Vergnügen. Wir warten auf Teil zwei!

Um die Zeit von Halloween tauchen immer wieder düstere, gruselige und mörderische Filme auf, die ihr Publikum suchen, meistens aber doch nicht finden. Mit der Produktion von Hell Fest konnten die Macher aber immerhin einen kleinen Genre-Hit landen. Es wurden immerhin über 11 Millionen Dollar eingespielt, womit das geschätzte Budget mehr als doppelt erreicht werden konnte. Das könnte man durchaus als Anlass für ein Sequel sehen, das wohl irgendwo schon in Planung ist. Denn mit dem Killer mit der Maske lässt sich sicher noch einiges anrichten.

Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Partygänger, die sich sympathisch keifen, abknutschen und auch sonst eine gute Zeit haben. Zwar werden die Charaktere nur oberflächlich behandelt - das gilt auch für die «Hauptfigur» Natalie -, aber da sie ja eh vor allem Opferrollen für den Maskenkiller innehaben, sollte man das nicht so eng sehen. Das Flüchten, Schreien, Kreischen und Verbluten haben sie allesamt gut im Griff.

Natürlich erinnert Hell Fest an Filme à la Scream und spielt auch deren Stärken aus. Der Übeltäter taucht meist ebenso unerwartet und schnell auf, wie er danach wieder verschwindet. Wer hinter der Maske steckt, ist irrelevant, denn seine Rolle beschränkt sich auf das Abmurksen von Parkbesuchern. Erst gegen Ende wird versucht, noch etwas am Maskenmann zu drehen, aber glücklicherweise ist eine Auflösung des Geheimnisses dann doch noch kein Thema. So bleibt er mysteriös und «gesichtslos» - für einen Grusel-Slasher sicher nicht die schlechteste Entscheidung.

/ muri

Kommentare Total: 2

yan

Nach Blood Fest kommt Hell Fest. Die Filme haben beide dieselbe Idee, können das Potential dieser aber nicht umsetzen. Hier wäre soviel mehr möglich gewesen. Es bleibt ein unbefriedigender Slasher, der ausser einem interessanten Setting überhaupt nichts zu bieten hat.

muri

Filmkritik: Wanna be scared?

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