Le grand bain (2018)

Le grand bain (2018)

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  3. 122 Minuten

Filmkritik: Nicht abgesoffen.

«Delphine, mach den Delfin!»
«Delphine, mach den Delfin!»

Der über 40-jährige Familienvater Bertrand (Mathieu Amalric) ist seit über zwei Jahren arbeitslos und deshalb depressiv. Sein Frühstück nimmt er schon lange nicht mehr ohne Tabletten zu sich. Um der Trostlosigkeit seines Daseins zu entfliehen und seine Lebensgeister wieder zu wecken, schliesst er sich einem Synchronschwimmer-Team für Männer an, deren Mitglieder allesamt ebenfalls schwere Zeiten durchmachen. Unter der Leitung der labilen Ex-Synchronschwimmerin Delphine (Virginie Efira) nutzen die Herren das Training, um zwischenzeitlich ihre Sorgen zu vergessen.

Le Grand Bain ist genau das, was man erwartet: eine Tragikomödie im Stile von Publikums-Hits wie The Full Monty, wobei die Idee mit den synchronschwimmenden Herren nicht gerade die neueste ist (*hust* und *hust*). Doch sei es drum. Dank überzeugenden Darstellern, fast durchwegs ernstgenommenen Figuren und deren Problemen sowie einiger ganz herrlicher Szenen (Stichwort «Raubüberfall») ist der Film vom multifunktional einsetzbaren Gilles Lellouche ein netter Crowd-Pleaser, auch wenn die 121 Minuten Länge zwischendurch schon spürbar werden. Dank der von unserer Jury verteilten Sympathiepunkte reicht das dennoch für ein «Gut».

/ crs