Goosebumps 2: Haunted Halloween (2018)

Goosebumps 2: Haunted Halloween (2018)

Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween
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  3. 90 Minuten

Filmkritik: ...and they lived slappily ever after

Sonnengeprüft!
Sonnengeprüft!

Sarah (Madison Iseman) lebt mit ihrer Mutter Kathy (Wendi McLendon-Covey) und Bruder Sonny (Jeremy Ray Taylor) im kleinen Städtchen Wardenclyffe, New York. Während sie versucht, mittels Bewerbungsschreiben an die Universität zu kommen, arbeitet Mutti Doppelschichten und Sonny entsorgt mit einem Kumpel den Abfall anderer Leute. Bei einem solchen Auftrag entdecken die Jungs in einem alten Haus einen Geheimgang mit einem Buch. Als dann auch noch eine Puppe auftaucht, lesen sie auf dem Zettel, der im Hemd der Figur steckt, einen Zauberspruch, der «Slappy» lebendig macht.

Slappy Halloween!
Slappy Halloween!

Und dieser kleine Bösewicht hat nun nichts anderes vor, als all die Gruselfiguren, die in dieser Geschichte von R.L. Stine (Jack Black mit Gastauftritt) erwähnt sind, zu befreien und mit ihnen die Stadt zu übernehmen. Das bedeutet für die Bewohner von Wardenclyffe eine Halloween-Nacht, die sie so schnell nicht mehr vergessen. Denn nebst Hexen, Mumien, Werwölfen oder Riesenspinnen rennen da noch viele weitere Gestalten rum. Als dann auch noch Mutter Kathy entführt wird, müssen die Kids gemeinsam versuchen, die Stadt zu retten.

Goosebumps 2: Haunted Halloween ist ein schlapper Abklatsch des Originals und wärmt die damals witzigen Figuren relativ emotionslos wieder auf. Die Story ist einfach, die Effekte sind überwiegend gut - die Ballon-Spinne ist klasse -, und am Ende kriegt jeder das, was er verdient hat. Oder sind wir sogar noch auf dem Weg zu einem weiteren Teil der Reihe? Die Schlusssequenz deutet dies überdeutlich an...

Die Gruselbücher («Goosebumps - Gänsehaut») von R.L. Stine sind weltbekannt und ebenso erfolgreich. Und trotzdem hat es bis 2015 gedauert, bis sich Hollywood mit Goosebumps dieser Thematik annahm. Der Film war recht erfolgreich, und so überrascht es nicht, dass nun ein Sequel hinterhergeschoben wird. In Goosebumps 2: Haunted Halloween hat zwar der Star des ersten Teils, Jack Black, nurmehr einen kleinen Gastauftritt, dafür lässt man aber das gesamte Kostümabteil des Supermarktes auf die Bewohner des kleinen Städtchens los. Dumm nur, dass wir das ja eigentlich schon vom Original her kennen...

Im Mittelpunkt steht, neben den Kids mit Zauberbuch, erneut die Puppe «Slappy». Dieses Mal wird sie aber nicht mehr von Jack Black gesprochen und erzeugt schon in den ersten Sekunden ihres Auftretens einen permanenten Nervfaktor. Es mag böse sein, dieses kleine Miststück, aber vor allem geht es dem Zuschauer so dermassen auf die Nerven, dass man der guten Seite umso mehr wünschen mag, den kleinen Racker wieder zu entsorgen.

Als Story hat man sich in Goosebumps 2: Haunted Halloween natürlich passend den Abend von Halloween ausgesucht. Regisseur Ari Sandel (When we first met) lässt dann während gut 90 Minuten allerlei Gestalten auftauchen und durchs Bild flitzen, was bei Mumie, Vogelscheuche oder dem aus dem ersten Teil bekannten Yeti natürlich viel zu selten vorkommt. Etwas weniger Füllmaterial, dafür ein Fokus auf ein paar Figuren weniger hätte dem Film gut getan.

Darstellerisch kriegen wir Massenware geboten. Die Kids haben wir alle schonmal irgendwo gesehen, und die erwachsenen Darsteller wie Hangover-Star Ken Jeong oder Wendi McLendon-Covey aus der tollen Serie Rules of Engagement sind Stichwortgeber. Schade eigentlich, denn dass die Herrschaften mehr könnten, haben sie schon einige Male beweisen können.

/ muri

Teaser Englisch, 01:58