Final Score (2018)

Final Score (2018)

  1. 104 Minuten

Filmkritik: It's not soccer! It's football!

Bond vs Drax
Bond vs Drax

Mike Knox (Dave Bautista) ist ein ehemaliger Soldat und kümmert sich regelmässig um die Familie seines besten Freundes, der unter Knox' Kommando im Krieg sein Leben lassen musste. So reist er auch nun wieder nach England, um mit der Tochter seines verstorbenen Freundes, Dannii (Lara Peake), das grosse Fussballspiel von West Ham United zu besuchen. Gleichzeitig haben sich Arkady (Ray Stevenson) und seine brutalen Schergen im Stadion eingerichtet. Sie wollen eine politische Botschaft in die Welt hinaustragen und diese mit einem Bombenattentat unterstützen.

Bitte lächeln!
Bitte lächeln!

Vor Jahren gehörte Arkady mit seinem Bruder zur grossen Revolution in russischem Gebiet. Als diese zerschlagen wurde, der Bruder scheinbar ums Leben kam und er selber in den Knast musste, hat er sich Rache geschworen, die er nun durchziehen will. Mike Knox auf der anderen Seite hat Lunte gerochen und will nicht nur Dannii retten, sondern muss nun auch gegen eine Armada von Bösewichten antreten. In den Katakomben des prall gefüllten Stadions geht's zur Sache, während der Timer der Bombe unerbittlich gegen Null läuft...

Final Score ist kein Actionfilm für die Ewigkeit, unterhält aber für knapp 90 Minuten ansprechend. Die Story ist einfach und plausibel erzählt, die Stunts sind spektakulär (mit dem Töff übers Stadiondach...), und wer auf harte Kampfszenen steht, wird ebenfalls auf seine Rechnung kommen. Für Actionfans ganz okay.

Ex-Wrestler Dave Bautista hat sich zum Filmstar gemausert. Durch Rollen in Guardians of the Galaxy konnte er sich etablieren und versucht seither, seine Karriere voranzutreiben. Mit seinem neuesten Werk Final Score dürfte das aber etwas schwieriger werden, da wir seit Die Hard Alleingänge von Einzelkämpfern kennen und auch wissen, wie man Sportveranstaltungen crasht (Sudden Death).

Bautista ist kein Star wie damals Bruce Willis und kann auch keinen Spagat wie Jean-Claude Van Damme, bringt aber die rauhe und ehrliche Art des Überlebenskampfs ins Spiel. Seine Figur ist körperlich zwar beeindruckend, muss aber auch viel einstecken. Blut fliesst, Knochen brechen und der Riese muss leiden. Das kann Dave Bautista überraschend gut, und er bietet dem Zuschauer den Kampf des einfachen Mannes gegen eine Bande Bösewichte, die zwar klischiert dämlich sind, aber trotzdem Gefahr ausstrahlen.

Als Gegenspieler wurde Veteran Ray Stevenson (Thor: Ragnarok, Cold Skin) engagiert, der mit russischem Akzent und bösem Blick das Stadion in Gewalt hält und sich gegen den aufsässigen Bautista wehren muss. Durch seine kalte Art verkörpert er den brutalen Gangster überzeugend und gnadenlos.

Auf dem Poster von Final Score entdecken wir auch noch Ex-James Bond Pierce Brosnan. Fans des Iren sollten aber keine grosse Hoffnung haben, ihren Star als Hauptfigur zu sehen. Der von ihm verkörperte Charakter hat einerseits nur eine Handvoll Szenen mit Dialog und zweitens ist er unter dem Wuschelbart fast nicht mehr zu erkennen. Ja, auch ehemalige Agenten ihrer Majestät werden alt....

/ muri

Kommentare Total: 2

yan

Schlecht gespielt, zusammengeklaute Story und einfach zu wenig packend inszeniert: Final Score ist nicht mehr als ein müder Die Hard-Abklatsch, der es nicht gebraucht hätte.

muri

Filmkritik: It's not soccer! It's football!

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