The Favourite (2018)

Lockende Locken

18. Jahrhundert: England befindet sich im Krieg mit Frankreich. Dennoch werden fleissig Entenrennen durchgeführt und Ananasse konsumiert. Während Königin Anna (Olivia Colman) körperlich und emotional angeschlagen auf ihrem Thron sitzt oder im Bett liegt, regiert ihre enge Freundin Lady Sarah Churchill (Rachel Weisz) das Land in ihrem Namen. Zudem kümmert sie sich auf intime Weise um das Wohlbefinden der Herrscherin und versucht, deren wildes Temperament zu bändigen. Als eines Tages die bezaubernde Abigail Hill (Emma Stone) den königlichen Hof erreicht und nach Arbeit fragt, hilft ihr Lady Sarah, da die beiden Cousinen sind.


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4.0 Sterne 

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Film-Informationen

Drehorte: Irland, Grossbritannien, USA 2018
Genres: Biografie, History

Kinostart: 24.01.2019
Verleih: 20th Century Fox

Regie: Yorgos Lanthimos
Drehbuch: Deborah Davis, Tony McNamara

Darsteller: Emma Stone, Rachel Weisz, Nicholas Hoult, Joe Alwyn, Olivia Colman, Mark Gatiss, Timothy Innes, Jenny Rainsford, Basil Eidenbenz, James Smith, Wilson Radjou-Pujalte, James Melville, Jack Veal, John Locke, Tim Ingall, Isaura Barbé-Brown, Antonia Castilla, Janette Sharpe, Arthur Wilde, Leigh Dent

» The Internet Movie database (IMDb)


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3 Kommentare

Yorgos Lanthimos entdeckt die vergessene Kunst des Leute Schubens wieder. Überhaupt ist The Favourite ein sehr witziger Film. Sein es die spitzen Dialoge und das verspielte Auftreten der drei weiblichen Hauptfiguren, das alberne Auftreten der Männer am Hof oder ein Entenrennen im Palast. Im Beziehungsdreieck haben mir Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz auf ihre Art sehr gefallen. Wobei Weisz nicht zum ersten Mal so eine Rolle spielt. Nicholas Hoult zeigt ebenfalls viel Talent für das Komödiantische.
Der dritte englischsprachige Film des Griechen ist wohl sein zugänglichster, was vor allem am Setting liegt. Bei der Kameraarbeit wird die Realität allerdings auf gewohnte Weise verzerrt. Am auffälligsten in Form der Fischaugenkamera in den langen Gängen des Schlosses. Auf der anderen Seite sieht der Film fantastisch aus, wenn die Räume nur vom Kerzenschein beleuchtet werden. Das Setdesign und die Kostüme sind makellos.
Trotz Staraufgebot und fremdem Drehbuch ist The Favourite immer noch deutlich als ein Film von Lanthimos erkennbar. Der englische Adel nimmt ihm einiges seiner Arbeit ab und es ist alles nicht ganz so depressiv wie gewohnt.

Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos ist seit seiner schrägen Familiengeschichte Dogtooth auf meinem Bildschirm. Seither ist einiges an Zeit vergangen und aus dem kleinen Geheimtipp wurde ein ernstzunehmender Oscarkandidat. Mit The Favourite zeigt er zwar nicht seinen besten, aber trotz vielen skurrilen Einfällen und Obszönitäten wohl seinen zugänglichsten Film. Die Besetzung ist top, die Kostüme und Musik ebenso und die schwarzhumorige Story ist typisch Lanthimos, wenn auch nicht ganz so abgefahren, wie in seinem Vorgänger The Killing of a Sacred Deer. Trotzdem bleibt der Grieche seiner Linie treu und zeigt erneut, dass er Filme wie kein anderer dreht.

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