Escape Plan 2: Hades (2018)

Escape Plan 2: Hades (2018)

  1. ,
  2. ,

Filmkritik: Rein und raus, wie es uns gefällt

Licht aus - Spot an!
Licht aus - Spot an! © Studio / Produzent

Ray Breslin (Sylvester Stallone) ist mit seiner Firma immer noch dick im Geschäft. Er schleust seine Mitarbeiter in "ausbruchsichere" Gefängnisse ein, wo diese dann eben doch einen Weg nach draussen finden sollen. Für solche Operationen ist aber strengstes Teamwork und Disziplin vonnöten, weshalb Ray nach einem missglückten Auftrag auch mal Mitarbeiter feuern muss. Aber das sind nicht die einzigen Probleme, denn einer seiner besten Agenten, Shu Ren (Xiaoming Huang), ist entführt und in den "Hades" gesteckt worden: einen ausbruchssicheren Knast, geleitet von einem "Zoowärter", der tägliche Kämpfe unter den Häftlingen organisiert.

Die planen doch was....
Die planen doch was.... © Studio / Produzent

Breslin beginnt seine Rettungsmission, indem er Kumpel Trent (Dave Bautista) aktiviert, der die Hintergründe hinter "Hades" ausfindig machen soll. Die anderen Teammitglieder Hush (Rapper Curtis "50 Cent" Jackson) und Abigail (Jaime King) werden ebenfalls involviert. Doch schon bald stellt sich heraus, dass vor allem der eingebuchtete Shu den Lehren von Breslin folgen muss, um einen Ausweg aus seiner Situation zu finden. Zumal der Kopf hinter "Hades" ein alter Bekannter ist, der nur darauf wartet, sich als überlegen zu beweisen.

Mit Escape Plan 2: Hades tut man den Schauspielern und der Filmreihe keinen Gefallen, denn dieses Sequel kann deutlich nicht mit dem Original mithalten. Dass es zudem mit Escape Plan 3: Devil's Station sogar noch einen dritten Teil geben soll, weckt kaum grosse Vorfreude. Aber vielleicht finden Stallone, Bautista und Kollegen dort wieder zurück zum spannenden Actionfilm. Der hier ist gar nix.

Der erste Escape Plan von 2013 war vor allem interessant, weil sich die Actionlegenden Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gemeinsam in einem Film zeigten. Die Einspielergebnisse waren dann sogar so gut, dass bald über eine Fortsetzung nachgedacht wurde. Diese zog sich etwas in die Länge, findet aber jetzt, mit gütiger Unterstützung von asiatischen Geldgebern, doch noch statt. In Escape Plan 2: Hades kriegen wir aber keine Legendenkonfrontation zu sehen, sondern etwas biedere B-Kost.

Dies fängt an bei der Tatsache, dass hier sogar Stallone himself ins zweite Glied rückt und erst gegen Ende des Films ein richtiger Teil der Story wird. Und wenn der inzwischen auch schon fast 70-Jährige verkloppt wird, darf man sich ruhig fragen, ob es nicht noch andere, interessantere Filme für Stallone und Kollegen gibt. In Escape Plan 2: Hades liegt der Fokus auf den jüngeren Akteuren wie Xiamonig Huang, der seine imposanten Martial-Arts- und Kampftechniken zur Schau stellt.

Mit der Zurückstufung von Stallone und den anderen bekannten Gesichtern - auch Bautista bleibt eine Nebenfigur - geht auch die Story baden. Man hangelt sich von einem Kampf zum nächsten, lässt den Figuren kaum Zeit zur Entfaltung und verpasst es, den geplanten Ausbruch näher und spannender zu gestalten. Das "Wie" wäre in einem Film wie Escape Plan 2: Hades sicherlich prominenter zu platzieren gewesen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website