The Death of Superman (2018)

The Death of Superman (2018)

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  2. 81 Minuten

Filmkritik: Das Ende naht... oder doch nicht?

Parade der Superhelden
Parade der Superhelden

Noch immer ist der geheimnisvolle Superman (Stimme Jerry O'Connell) für die Menschen der Erde ein Rätsel. Zwar wehrt er allerlei Gefahren ab und man liebt ihn, aber hinter die Kulissen des Mannes hat noch keiner richtig schauen können. Auch Journalistin Lois Lane (Stimme von Rebecca Romijn) muss sich mit kleinen Berichten trösten, während sie ihre Beziehung mit dem Kollegen Clark Kent zu pflegen versucht. Doch dieser scheint ein Geheimnis zu haben, das er aktuell noch nicht teilen will.

Wo ist mein Biiiier!?!
Wo ist mein Biiiier!?!

Diese Idylle wird immer wieder durch Angriffe der bösen Seite gestört, jedoch hat dort die Justice League mit Batman, Wonder Woman, Flash, Green Lantern und Kollegen die Sache meist im Griff. Nun aber landet ein Asteroid im Meer, aus dem bald ein Ungetüm entsteigt, das die Welt noch nicht gesehen hat. Das Monster, gedrillt auf Brutalität und Totschlag, tankt sich durch Aquaman, zerstört Hawkman und auch der Rest der Superhelden scheint gegen die monströse Kraft keine Chance zu haben. Als letzter Ausweg stellt sich Superman dem Bösewicht mit dem Namen «Doomsday» in den Weg. Mit tragischen Folgen...

The Death of Superman ist spannend, brutal und sehr interessant. Eine Umsetzung des Comics, die nicht nur nah an der Vorlage bleibt, sondern auch intensive Animationen bietet. Auch wenn der Ausgang der Story bekannt ist und somit das Sequel wohl noch interessanter werden dürfte, so passt The Death of Superman von Anfang bis Ende. Eine weitere, sehr überzeugende Arbeit der Warner-Bros-Animatoren. Stark!

Die Animationsabteilung der Warner Bros. hat sich schon einiger interessanter DC-Geschichten angenommen und diese mehrheitlich überzeugend und spannend umgesetzt. Nun geht man mit The Death of Superman eine Story an, die nicht nur schon einmal mittels Animationsfilm umgesetzt wurde (damals etwas hastig und viel zu kurz), sondern die auch eine der berühmtesten Geschichten im DC-Universum ist. Der Tod des Stählernen ist der ultimative Zweikampf mit dem bösen Monster, und das alles ist eingebettet in eine interessante Story, die viel Platz für Diskussionen und Fortsetzungen hat. Mit Reign of the Supermen wird diese bekannte Geschichte 2019 fortgesetzt.

Man fühlt bei The Death of Superman recht bald, dass neben den kleinen Beziehungsproblemchen, den Witzchen unter den JL-Mitgliedern oder der Unfähigkeit von Kent, mit seiner Freundin umzugehen, eine ernsthafte Gefahr droht. Immer wieder wird auch die Figur von Lex Luthor eingeschaltet, der uns daran erinnert, wie sehr er doch diesen Strahlemann in Blau hasst und alles tut, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Mit dem Auftauchen der wahren Bedrohung ändern sich das Bild und der Rhythmus des Films aber. Denn dieser «Doomsday» ist unkaputtbar und macht aus unseren Superhelden Kleinholz. Blut spritzt, Körperteile fliegen - der Kerl mit den Grunzlauten und der schlechten Laune ist nicht zu stoppen.

So haben wir auch mit dem grossen Fight ein längeres Finale des Films, das überzeugend animiert und spannend umgesetzt ist. Auch wenn das Ende bekannt ist - schliesslich passierte es in Batman v Superman: Dawn of Justice ja auch -, so ist die Präsentation Desselbigen halt schon recht beeindruckend. Auch die letzten Minuten des Films passen, lassen auf das Sequel hoffen. Nach dem Abspann folgt schliesslich noch ein kleiner Hinweis auf einen Charakter, den wir aus der Comicvorlage auch schon kennen.

/ muri