Climax (2018)

Eine Gruppe junger Tänzerinnen und Tänzer probt eine Choreo und vergnügt sich danach bei einer lockeren Party. Es wird geredet, über Mädchen, Sex, Gott und die Welt. Dazu wird Sangria getrunken, bis sich die ersten der Crew seltsam fühlen. Irgend etwas muss in den Sangria gekommen sein...

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
95 Minuten
Produktion
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Kinostart
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Trailer Englisch, 02:05

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Kommentare Total: 6

yan

Im Film herrscht Ungewissheit über die Substanz. 1. Gibt es keine Auflösung wer die Drogen in den Sangria gemixt hat und 2. sind die Betroffenen zum Zeitpunkt, wo sie es bemerken in einer derart anderen Welt, dass sie nicht realisieren was sie genommen haben.

Noé und seine Darsteller haben aber in mehreren Interviews bestätigt, dass es sich um LSD handelt.

ebe

@yan Erfährt man im Film, ob es LSD ist, das in den Sangria gemixt wurde? (Frage ist ernsthaft, nicht rhetorisch gemeint, erinnere mich wirklich nicht mehr)

yan

Gaspar Noé gehört zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren. Obwohl die Tabu brechende und skandalöse Herangehensweise des Wahl-Franzosen den Hauptgrund darstellt, weshalb er über die Jahre überhaupt Bekanntheit erlangte, ist es imho viel mehr was den gebürtigen Argentinier auszeichnet. Anders als viele sogenannte "Arthouse-Filmemacher" liefert Noé in meinen Augen auch wirklich Künstlerisches ab. Ja, explizite Gewalt, Drogenmissbrauch und Sex dienten ihm oft als Anker, dabei vergass er aber nie den Wert solcher Kontroversen auszuspielen und schaffte es bisher immer eine ganz eigene, unbequeme Stimmung heraufzubeschwören. Sein neuster Trip heisst Climax und für einmal geht es für Noé-Verhältnisse einigermassen gemächlich zu. Dies tut dem Film und auch Noé gut, denn dieser wurde bereits zu oft als Skandal-Regisseur abgeschrieben.

Climax hat zu Beginn seine Schwierigkeiten in Fahrt zu kommen; die Dialoge sind pubertierender Käse, was aber zum Gesamtbild des Filmes passt und auch seinen Aussagen dient. Die Tanzeinlagen sind völlig losgelöst vom Mainstream stets in Bewegung, genauso wie die Kamera, die Lichter, die Musik und die darin agierenden Menschen.

Mit dem einsetzenden Drogentrip wird der Zuschauer zum überforderten Beobachter. Völlig hilflos ist man dem Bodyhorror von Aussen ausgesetzt. Man nimmt die Dinge wahr, kann sie aber kaum einordnen. Noé und sein Kameramann Benoît Debie verstärken diese Gefühle noch mit ihren krassen Kamerafahrten. Was bleibt ist Filmkunst. Climax ist kein Spielfilm über Drogen, kein Ja oder Nein zu Drogen. Eher ein Abbild unserer und älteren Party-Generationen. Ein trauriges und trotzdem erhellendes Bild. Wir in Ekstase!

Was mich aber gestört hat, ist die Tatsache, dass der LSD-Trip stellenweise (auch bei einem Horrortrip) falsch dargestellt wurde. Die eine oder andere Gewalt-Szene ist daher nicht nur unnötig, sondern einfach fehl am Platz. LSD macht nicht aggressiv! Dennoch zeigt Noé auf eine verstörende Art und Weise wie eine Party unter Drogeneinfluss ausarten kann.

4.5 Sterne und ich bin noch immer geflasht!

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