The Christmas Chronicles (2018)

The Christmas Chronicles (2018)

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  2. 104 Minuten

Filmkritik: Take that, Fatman!

Netflix
«Volle Pulle vorwärts, Kids!»
«Volle Pulle vorwärts, Kids!» © Netflix

Die kleine Kate (Darby Camp) und ihr Bruder Teddy (Judah Lewis) verstehen sich nicht mehr gut. Zwar wird in der Familie Pierce auch nach dem Tod des Vaters versucht, füreinander da zu sein, doch Mutter Clarie (Kimberly Williams-Paisley) ist durch ihren strengen Job diesbezüglich etwas überfordert. An Heiligabend entdecken die Geschwister auf einem alten Familienvideo jemanden, den Kate als den Weihnachtsmann identifiziert. Deshalb platzieren die Geschwister die Kamera heuer so, dass sie den Geschenkebringer erwischen. Bald schon klingeln die Glöckchen und der Schlitten mit den Rentieren schwebt heran.

«Es kann nur einen geben!»
«Es kann nur einen geben!» © Netflix

Doch anstatt den guten Santa (Kurt Russell) seine Arbeit machen zu lassen, erschrecken die Pierce-Kids den Weihnachtsmann. Daraufhin verliert Santa nicht nur seine Mütze, sie crashen auch noch den Schlitten und die Rentiere flüchten! Nun wird sogar für Santa Claus die Zeit knapp: Wenn das Weihnachtsfest gerettet werden will, kann das nur in Zusammenarbeit mit den zwei menschlichen Gehilfen passieren. Doch die Nacht ist lang, die Hindernisse zahlreich und die Chance, dass jeder Bewohner des Planeten am nächsten Morgen ein Geschenk unter dem Baum hat, schwindet von Minute zu Minute.

The Christmas Chronicles erfindet das Genre des Weihnachtsfilms nicht neu, ergänzt es aber mit einer flotten, witzigen und grundsympathischen Story, die auf einer Idee von David Guggenheim (Safe House) basiert und seinen Hauptdarsteller wunderbar in Szene setzt. Der kleine Cameo-Auftritt von Russells Langzeit-Reallife-Partnerin Goldie Hawn ist ebenfalls passend und wunderbar inszeniert, leitet er doch sein Sequel optimal ein. Wir freuen uns!

Es ist wieder Zeit für Weihnachtsfilme! Überall geht es diese Tage um das Fest der Liebe, eingebettet in einer verschneiten Landschaft und manche dieser Produktionen übertreiben es mit Gefühl und Kitsch. 2018 veröffentlichte die Streamingplattform Netflix mit The Christmas Chronicles einen waschechten solchen Weihnachtsfilm, der nicht nur hervorragend beim Publikum angekommen ist und dieses Jahr ein Sequel (The Christmas Chronicles 2) erhält, sondern der vor allem damit auftrumpfen kann, dass wir in der Rolle des Weihnachtsmannes niemand geringeren geboten kriegen als Weltstar, und Mister Cool himself, Kurt Russell.

The Christmas Chronicles startet schon fast klassisch mit der Vorzeigefamilie, die auseinandergerissen wird. Daraus ergeben sich die verschiedenen Entwicklungen der Kids, von denen das Mädchen natürlich weiterhin an Santa glaubt, während der Junge zum Rebell wird. So überrascht es dann nicht, dass der grösste Wunsch der Mutter ist, dass sich die beiden wieder besser verstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden sie von Regisseur Clay Kaytis (Angry Birds) auf eine Abenteuerreise geschickt, die sie zusammenschweisst und sie gemeinsam mit Santa Claus vor grössere Probleme stellt.

Das bringt uns zum Mittelpunkt von The Christmas Chronicles: Kurt Russell. Der Schauspieler, der in Filmen wie Big Trouble in Little China oder Escape from New York zum Star aufgestiegen ist, verleiht dem Mann im roten Mantel nicht nur Würde und Reife, sondern lässt gleichzeitig auch immer das Schelmische durchblicken, den es dazu braucht, damit die Figur nicht altbacken und langweilig, sondern cool und frech daherkommt. Russell kriegt mehrere Gelegenheiten, sein Können zu zeigen und meistert diese Aufgaben mit hohem Unterhaltungswert. Einzig die Singsang-Szene im Knast hätte nicht unbedingt sein müssen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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