Capernaum - Capharnaüm (2018)

Capharnaum - Stadt der Hoffnung

Capernaum - Capharnaüm (2018) Capharnaum - Stadt der Hoffnung

Oder: Eltern sind Schweine

Kinderhütedienst

Kinderhütedienst

Der 12-jährige Zain (Zain Al Rafeea) betritt in Handschellen das Gericht. Es soll hier und heute jedoch nicht über ihn geurteilt werden. Der Junge sitzt nämlich gerade eine fünfjährige Haftstrafe ab, da er jemanden mit einem Messer verletzt hat. Zain ist hier, weil er seine Eltern verklagen will. "Warum?", wird er vom Richter bei der Verhandlungseröffnung gefragt. "Weil sie mich auf die Welt gebracht haben", antwortet Zain. Wie konnte es nur zu dieser Situation kommen? Die Antwort liegt in einer schmerzhaften Vergangenheit.

Denn Zain war ein Kind unter vielen in seinem Zuhause. Liebe gab es jeweils nicht viel von Seiten der Eltern, die ihr Geld unter anderem mit dem Schmuggeln von Drogen in den Knast verdienten. Die Kinder mussten dabei jeweils helfen. Als Zain hilflos mitansehen musste, wie seine um ein Jahr jüngere Schwester dem Sohn ihrer Vermieter zur Heirat versprochen wurde, flüchtete der Junge mit dem Bus in eine nahe gelegene Stadt, wo er auf die Putzkraft Rahil (Yordanos Shiferaw) und ihren einjährigen Sohn (Boluwatife Treasure Bankole) traf. Der Beginn einer weiteren schweren Leidenszeit.


Film-Rating

Capharnaüm ist ein aufwühlendes Drama mit grossartigen Performances, einer Top-Inszenierung von Regisseurin Nadine Labaki und einer Handlung, während der man weinen, lachen, bangen und hoffen kann. Ein Film, der richtig nahe geht und der dieses unbeschreiblich schöne Gefühl gibt, wieder einmal ein grossartiges Werk gesehen zu haben.

» Ausführliche Kritik anzeigen


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

19.05.2018 / crs

Community:

Bewertung: 5.2 (10 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

2 Kommentare