The Bra (2018)

The Bra (2018)

Vom Lokführer, der die Liebe suchte...
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  3. 90 Minuten

Filmkritik: Wenn Aschenputtel nicht nur den Schuh liegenlässt

Welchen hätten's denn gern?
Welchen hätten's denn gern? © Pathé Films

Lokführer Nurlan (Predrag 'Miki' Manojlovic) fährt mit seinem Zug täglich durch die Vorstädte der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Die Schienen führen so nah an den Häusern vorbei, dass der Zug immer wieder Dinge mitreisst - vor allem weil die Bewohner gerne ihre Wäscheleinen über den Gleisen spannen. So kommt es, dass Nurlan an seinem letzten Arbeitstag vor seiner Pensionierung einen BH mitreisst. Da er ja nun jede Menge Freizeit hat, macht sich Nurlan auf, um die Besitzerin des BHs zu finden.

Für die Synchronisationsstudios dieser Welt gibt es bei The Bra nicht viel zu tun. Der neue Film von Regisseur Veit Helmer kommt gänzlich ohne Dialoge aus und ist so ebenso eine Art Hommage an Stummfilme wie natürlich an das Märchen Aschenputtel - anstatt eines Schuhs muss hier ein BH seiner Besitzerin zurückgebracht werden. Das hat von der Inszenierung her und auch dank der Darsteller durchaus Charme. Doch die Magie geht dem Film etwas ab, weshalb er dann auch nicht sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Ein netter kleiner Zeitvertreib, mehr aber auch nicht.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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