Black Panther (2018)

Black Panther (2018)

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  2. 134 Minuten

Filmkritik: Rise and Fall

Wer fängt das Fischli?
Wer fängt das Fischli?

Für die Öffentlichkeit ist Wakanda nichts weiter als ein Land in Afrika, dessen Bevölkerung arm und hilflos ist. Nur wenige Menschen wissen über die wahre Kraft und Macht Wakandas, das technologisch weit fortgeschritten und mit modernen Waffen ausgerüstet ist. Seit dem Tod seines Vaters ist Prinz T'Challa (Chadwick Boseman) rechtmässiger Erbe des Throns. Und nachdem er die nötige Zeremonie überstanden hat, darf sich der junge Mann, der als «Black Panther» bekannt ist, tatsächlich König nennen. Doch damit beginnen die Probleme erst richtig.

Vier Gfrörlis!
Vier Gfrörlis!

Ulysses Klaue (Andy Serkis) hat Teile des Rohstoffs Vibranium, dem stärksten Metall des Planeten, gestohlen und will es verkaufen. Da die Welt davon nichts wissen darf, macht sich T'Challa mit Begleitung auf, diese Aktion zu verhindern. Doch Klaue ist nicht das grösste Problem, mit dem sich der junge König herumschlagen muss, denn ein Fremder, Erik Killmonger (Michael B. Jordan), verschafft sich Zugang zu Wakanda und beharrt darauf, den König vom Thron zu stossen. Dabei sollen Waffen und die Technologie des Landes der ganzen Welt zugänglich gemacht werden, vor allem denjenigen Menschen, die seit Jahrhunderten unterdrückt werden. T'Challa muss sich der Gefahr und möglichen Enttarnung Wakandas entgegenstellen und gerät an seine körperlichen und geistigen Grenzen.

Über Black Panther wird es viel zu reden geben: Ist der Film mit 140 Minuten zu lang geraten? Warum muss das Kostüm jetzt ausgerechnet lila funkeln? Warum können die in Hollywood noch immer keine Nashörner animieren? Wie geht es mit T'Challa weiter? Eins ist aber sicher: Black Panther bietet inhaltlich interessanten Stoff, der solide und mit viel Dramatik umgesetzt worden ist.

Wir kennen den schwarzen Panther nicht erst seit Captain America: Civil War, doch im grossen Marvel-Heroes-Clash von 2016 wurde T'Challa ins MCU eingeführt. Dass die Figur danach baldmöglichst einen eigenen Film bekommen sollte, war ebenfalls seit Längerem klar. Und so kommt Black Panther erfreulicherweise intelligent und interessant daher, lässt Erinnerungen an James-Bond-Filme aufleben und hat einen Bösewicht, dessen Handlungen nicht plump und zerstörerisch, sondern auf eine Art verständlich sind.

Interessant wird Black Panther vor allem dann, wenn Hintergründe über Wakanda erzählt werden. Die Geschichten der Völker, die Traditionen und mittendrin immer wieder aufkeimender Witz zwischen Chadwick Boseman und seiner Filmschwester Letitia Wright brechen das königliche Protokoll auf amüsante Weise und sorgen für Heiterkeit in der ansonsten recht ernsten und dramatischen Story.

Chad Boseman bekommt zudem mit Michael B. Jordan einen Gegenspieler vorgesetzt, der nicht nur körperlich mithalten kann, sondern dessen Hintergrund die Zuschauer zum Nachdenken anregen soll. Ob sein Handeln richtig oder falsch ist, gilt es zwar nicht fürs Publikum zu entscheiden, aber solche «tiefgründigen» Aktionen waren bislang im Marvel-Universum eher selten zu sehen.

Natürlich lebt Black Panther neben der interessanten Story, den imposanten Spezialeffekten und den wunderbaren Bildern vor allem von den schauspielerischen Leistungen. Für deren Klasse sorgen gestandene Darsteller wie Angela Bassett, Martin Freeman, Forest Whitaker und aufstrebene Stars wie Lupita Nyong'o. Die Auftritte von Andy «Gollum» Serkis sind übrigens herrlich, over the top und total durchgeknallt. Freut euch auf Ulysses Klaue!

Fast unnütz zu sagen, dass man auch bei Black Panther während und nach dem Abspann sitzen bleiben soll. Es folgen noch zwei Sequenzen, die Lust auf mehr machen...

/ muri

Kommentare Total: 5

sj

Zitat ()=(): "Die meisten Figuren fand ich blass." hihi

Der Film ist furchtbar. Ich konnte den Streifen in keinem Moment ernst nehmen. Es hat mich sehr an die ersten Turtles-Filme in den 90er Jahren erinnert. Mit dem Unterschied, dass damals alle wussten, dass es Trash ist und heute werden solche Filme als "Bester Film" gehandelt und von Millionen Film-"Fans" gefeiert.

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Dann spring ich auch mal auf den overhyp Zug auf. Jeder Marvel Film funktioniert nach der gleichen Formel. Black Panther fügt sich hier nahtlos an. Wäre der Streifen ein paar Jahre früher rausgekommen, hätte ich ihn vielleicht mit anderen Augen gesehen. Die meisten Figuren fand ich blass. Chadwick Boseman hat mich jetzt nicht aus den Socken gehauen.

Immerhin was noch zu einer "Naja" Wertung reicht ist Michael B. Jordan, ein paar gute Actionszenen und die interessante Darstellung von Wakanda.

yan

Guter MCU-Film, der für meine Verhältnisse etwas gar ernst rüberkam. Mit Ulysses, Shuri, Killmonger und M'Baku hat Black Panther aber ein paar richtig starke Figuren, die der etwas linearen und altbackenen Inszenierung die nötige Frische verleihen.

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