Burning - Beoning (2018)

Burning - Beoning (2018)

Der Möchtegern-Schriftsteller Jong-Soo hütet während eines Afrika-Trips seiner ehemaligen Schulkollegin Hae-mi deren Katze. Bei ihrer Rückkehr stellt sie ihm den reichen Ben vor, den sie auf ihrer Reise kennengelernt hat. Als Hai-mi spurlos verschwindet, hat Jong-soo einen schrecklichen Verdacht.

Regie
Darsteller
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Genre
,
Laufzeit
148 Minuten
Produktion
2018
Kinostart
,
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IMDb, TMDb
Thema
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Trailer Originalversion, mit deutschen Untertitel, 01:52

The Disappearance of Shin Hae-mi

Cannes 2018

Eine Frau verschwindet spurlos - also, wenn man es genau nimmt, nach gut einer Stunde in diesem 148-minütigen Werk. Die Suche nach ihr gestaltet sich dann wie der Film etwas mühsam.

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Kommentare Total: 3

sma

Klassenkampf & Einsamkeit. Burning ist so ruhig inszeniert und unaufgeregt erzählt. Stunden nach dem Abspann hat mich das Ende mehr beschäftigt als im Kino. Dort hat es mich überrascht und ein wenig geärgert. Aber wenn ich länger darüber nachdenke, ist es vielleicht das einzig Logische und nur konsequent. Rein von der Inszenierung hätte mir die letzte Szene mit Jong-su vor der Schreibmaschine besser gefallen. Es ist schon eine Kunst, wie langsam der Film "brennt" und sich zu einer Art Thriller entwickelt.
Die Beziehung von Lee Jong-su und Shin Hae-mi ist wirklich faszinierend. Mit der schnellen und von einer Seite forcierten Entwicklung der Romanze hatte mich Burning schon zu Beginn in seinen Bann gezogen. Die Szenen, in denen Jong-Su allein in seinem Elternhaus ist, waren mir etwas zu langsam. Vielleicht sollte es aber ganz bewusst die Einsamkeit und den drögen Alltag zeigen. Eine Einsamkeit, die auch Hae-mi in der Grossstadt erlebt. Regisseur Lee Chang-dong hat mir hier auf jeden Fall einiges über Korea vermittelt. Der Plot um Jong-Sus Vater ist vielleicht mein grösster Kritikpunkt, weil er getrennt vom Rest des Films stattfindet.
Die unglaubliche Selbstzufriedenheit mit der Ben von seinem Hobby erzählt, ist fast schockierend und stellvertretend für seinen ganzen Charakter. Überhaupt war die ganze Sequenz in der Dämmerung toll.
Von den drei Hauptdarstellern hat mir Yoo Ah-in am besten gefallen. Diese Mischung aus gespielter Fröhlichkeit und ehrlicher Begeisterung, die emotionalen Ausbrüche aus der brüchigen Fassade.
Burning ist ein wirklich schöner Film.

Conor

Burning hinterlässt in seiner schön gefilmten Langsamkeit ein Faszination welch weit über den effektiven Kinobesuch hinaus anhält. Ein Film übers Verschwinden der lange in Erinnerung bleibt.

crs

Filmkritik: The Disappearance of Shin Hae-mi

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