Aquaman (2018)

Aquaman (2018)

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  3. 143 Minuten

Filmkritik: Redheads - you gotta love'em!

DC's Goldmännchen
DC's Goldmännchen © 2018 Warner Bros. Ent. Inc. TM & © DC Comics

Mitte der Achtzigerjahre verlieben sich ein Leuchtturmwächter (Temuera Morrison) und eine Königin (Nicole Kidman) aus Atlantis und zeugen ein Kind, das es eigentlich nicht geben dürfte. Denn zwischen den Menschen an Land und im Wasser gibt es keine Verbindung, bis der kleine Arthur (als Erwachsener: Jason Momoa) das Licht erblickt und sich schon bald dem Wasser und dessen Bewohnern verbunden fühlt. Durch den königlichen Berater Vulko (Willem Dafoe) lernt Arthur seine Bestimmung kennen, hat aber keine Lust, sich auf irgendwelche Königssitze zu begeben. Bis er nun erfährt, wie es da unten so läuft.

Fly, Fishboy, fly!
Fly, Fishboy, fly! © 2018 Warner Bros. Ent. Inc. TM & © DC Comics

In Atlantis hat sich nämlich Arthurs Halbbruder Orm (Patrick Wilson) als Herrscher etabliert und will nun die Meeresvölker vereinen, um gegen die da oben in den Krieg zu ziehen. Das möchte Arthur zwar verhindern, er wird aber schnell in seine Schranken verwiesen. Mit Hilfe der schönen Mera (Amber Heard) muss er nun den mächtigen Dreizack des längst verblichenen Königs suchen, um sein Geburtsrecht als Herrscher antreten zu können. Auf diesem gefährlichen Weg stellt sich ihnen ausserdem ein Bösewicht namens «Black Manta» (Yahya Abdul-Mateen II) in den Weg, der mit atlantischer Technologie Rache an diesem Aquaman nehmen will.

Aquaman dauert über 140 Minuten - inklusive der kleinen Szene in den Credits - und entpuppt sich als gelungener Spassmacher, der die düsteren DC-Filme der neueren Zeit in den Schatten stellt. Einige Effekte sind schwach, die Bösewichte kultig, aber zu wenig präsent und der Hauptdarsteller ist in seinem Element. Da verlassen die Zuschauer (oder nur die Fans?) mit einem Lächeln im Gesicht den Kinosaal. Weiter so, DC!

Er hat die Justice League gerockt und kriegt jetzt seine eigene Origins-Story. Irgendwie, denn Aquaman erzählt nicht nur eine schöne «Es war einmal...»-Geschichte, sondern bietet auch ein munteres Haudrauf unter Wasser mit vielen Bösewichten, einem Bruderkrieg und einer Effekteschlacht, die für Schwindelanfälle beim Publikum führen dürfte.

Der Film ist die grosse Show des Jason Momoa: Der bärtige Naturbursche prügelt sich sprücheklopfend durch jegliche Arten von Hindernissen, hat immer den Schalk in den Augen und fühlt sich pudelwohl, wenn er aus dem fliegenden Flugzeug springt oder gegen Unterwassermonster antritt. Dass dieser Kerl erst jetzt in grösseren Produktionen mitspielt, ist fast unverzeihlich. Aber Aquaman wird für Momoa wohl nur der Anfang einer grossen Karriere sein.

Neben dem Strahlemann überzeugt vor allem Amber Heard als sehr attraktive Mera, die ihrem Kumpel in Sachen Action und Schlagkraft in nichts nachsteht. Auch Nicole Kidman in einer ihrer eher seltenen Actionrollen gefällt in effektvollen Kampfsequenzen. Patrick Wilson und Willem Dafoe bieten Standardarbeit, und wer Aquaman im Original guckt, kriegt noch die Original-Mary Poppins in einer Sprechrolle zu hören. So als Konkurrenz zu Mary Poppins returns, quasi...

Die Story von Aquaman (ja, es gibt eine...) ist schön simpel gehalten und lässt den Helden und Antagonisten genügend Platz zur Entfaltung. Man holt sich Inspiration bei Kollegen wie Indy, Thorin und den Dinos, mixt das Ganze mächtig durch, pfeift auf Sinn und Unsinn und lässt den Protagonisten freien Lauf. Das ergibt nicht nur eine tolle Actionsequenz in Sizilien und ein Tohuwabohu im Finale, sondern vor allem ein sympathisches, sehr gut unterhaltendes Chaos, das zwar mitunter etwas holprig ist, aber einfach grundaus lässig.

/ muri

Kommentare Total: 7

bapman

Plötzlich ist sie da gestrandet, Königin von Atlantis, im Sturm vor der Küste der Usa und keiner weiss warum. Da jommt auch der Leuchtturmwärter und nimmt sie auf. Dann wird sie Schwanger und da haben wir den Hauptprotagonisten des Films: Aquaman, halb Mebsch halb Meerjungmann. Willem Defoe lehrt ihm das kämpfen und ab geht die Post. Aquaman muss seinen Halbbruder bekämpfen, der Unheil im Schilde führt.

Joa, die Story ist relativ einfach gestrickt, doch zum Schluss hin auch 2-3 Wendungen, die man so nicht erwartet hat. Wie erwähnt weiss man zu Beginn nicht, warum die Königin Ohnmächtig ist, wäre eventuell interessant gewesen zu sehen warum. Ich erwartete einen reinen Wasserfilm, hat aber genug Szenen aus der Oberwelt, was gut tut. Auch positiv gefielen mir die Schwächen von Aquaman. Allgemein das Menschliche. Auch die Nebenrillen gefielen mir, ausser der Oberbösewicht. Blieb bisschen blass. Willem Defoe in seiner Standardrolle. Die Effekte waren gut jedoch wie von jemand hier erwähnt CGI eher nicht. Die Optik ist die Grösste Stärke des Films neben dem Fakt, dass er sich nicht allzu ernst nimmt.

th

durchaus solide unterhaltung... für einen DC superhelden mit total bescheureten fähigkeiten und namen. grösster WTF-moment jedoch: der helm seines gegenspielers Black Mantis!

Nummer1

Arielle die Meerjungfrau für Kerle.

Ich hätte wohl schon die Comics lächerlich gefunden. Das gesamte Setting ist unfassbar gelangweilt generisch zusammengesetzt worden. Quasi ein "Baukasten Meeresbewohner und Atlantis, ab 6 Jahre, Kleinteile könnten verschluckt werden.". Dazu platt agierende Schauspieler, von denen einige auch noch per CGI glattgebügelt wurden, um in Rückblenden auftreten zu können, oder gar komplett am Rechner entstanden sind. Kleiner Tipp, Hollywood: Das könnt ihr trotz gigantischer Effektbudgets einfach immer noch nicht! Lasst es also.

Die Effekte sind meistens (oh Wunder, dank Unsummen) sehr gut. Mir tun die 3D-Grafiker und -Animateure leid, die erkennbar viel Mühe in die Details gesteckt haben aber gezwungenermassen doch nur Erwartbares liefern.

Fazit: Die gefühlt tausendste Comicverfilmung und erneut merke ich, dass man wahrlich nicht jeden Mist verfilmen muss, der jemals in bunten Heften erschienen ist. Und die gefühlt tausendste Comicverfilmung mit einem Supergau an Effekten, BlingBling und Kawumm, der wieder einmal die lachhafte Minigeschichte mit Lärm zu überdecken sucht.

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