Acts of Violence (2018)

Acts of Violence (2018)

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Filmkritik: *schnarch*

Iceman grübelt
Iceman grübelt © Studio / Produzent

Seit Declan (Cole Hauser) im Krieg war, hat er sich verändert: Er ist ernst geworden, bleibt am liebsten für sich und hat hart am Erlebten zu knabbern. Seine Brüder Roman (Ashton Holmes) und Brandon (Shawn "Iceman" Ashmore) sind da anders. Beide haben Freundinnen, und Roman steht sogar kurz vor der Hochzeit. Sie nehmen sich ihres Bruders an und versuchen, ihm mit intaktem Familienleben wieder Freude zu vermitteln. Als aber Romans Freundin auf ihrem Jungesellinnenabschied in einem Club entführt wird, müssen die Brüder zusammenrücken.

Unter der Leitung von Declan entwickeln sie einen Plan, dieses Verbrechen auf eigene Faust zu lösen und begeben sich, bewaffnet und zu allem bereit, in die Welt von Max (Mike Epps), der einen Mädchenhandel-Ring am Laufen hat und sich mit dem Verkauf der Frauen sein Leben finanziert. Die Ermittlungen und Aktionen der Brüder bleiben dabei nicht unbeobachtet. Detective Avery (Bruce Willis) ist seit Jahren diesem Verbrecher auf der Spur und will sich nun nicht von Amateuren und Selbstjustizlern um den Lohn seiner Arbeit bringen lassen...

Acts of Violence ist eine Enttäuschung, da weder die Story noch die Actionmomente interessant sind und sich die Darsteller kaum entfalten. So wird aus einer eigentlich vielversprechenden Thriller-Ausgangslage ein dumpfer Film, bei dem man selbst in seiner kurzen Dauer von knapp über 80 Minuten schnell mal auf die Uhr schaut.

Es ist wirklich traurig, in was für Produktionen der einstige Superstar Bruce Willis inzwischen auftaucht. Vom Ruhm vergangener Tage ist aktuell nicht viel übrig, die Präsenz am Drehort dürfte jeweils kurz sein und die Bezahlung trotzdem gut. Anders lässt sich seine Rolle in Acts of Violence kaum erklären. Denn nicht nur ist diese Produktion langweilig und vorhersehbar. Die auftretenden Darsteller verpassen es auch, ihren Rollen Tiefe und Charakter zu verleihen.

Bekannte Darsteller wie Cole Hauser (2 Fast 2 Furious ist auch schon eine Weile her) und Shawn Ashmore (X-Men) hätten eigentlich für Qualität sprechen sollen. Ebenso Mike Epps, der dieses Jahr in Death Wish wieder an der Seite von Bruce Willis auftauchen wird. Sie alle müssen sich mit eindimensionalen Figuren abmühen, bekommen kaum Platz zur anständigen Entfaltung und bleiben somit klischiert und belanglos.

Selbst wenn Regisseur Brett Donowho (Salvation) einmal versucht, ein bisschen Fleisch am Knochen zu zeigen und vor allem am Anfang eine nette Tonart vorgibt, so verliert er sich bald in zahlreichen Schiessereien, Verfolgungen und Prügeleien. Das kennt man von anderen Produktionen jedoch viel intensiver und interessanter.

/ muri