7 Guardians of the Tomb (2018)

7 Guardians of the Tomb (2018)

  1. ,
  2. , ,
  3. 90 Minuten

Filmkritik: Spinnereien im Dunkeln

Wo geht's wieder raus?
Wo geht's wieder raus? © Studio / Produzent

Jia (Bingbing Li) ist Expertin für Gifttiere und wird vom Geschäftspartner ihres verstorbenen Vaters, einem Kerl namens Mason (Kelsey Grammer), kontaktiert. Jias Bruder war auf der Suche nach einem Geheimnis in China und wird nun vermisst. Das Zeitfenster, um die Rettung zu versuchen, ist begrenzt, und so reisen Jia und Mason auf dem schnellsten Weg zum Ort, von wo sie das letzte Lebenszeichen des Vermissten erreicht hat. Zur Gruppe gehört auch, nebst ein paar Laufburschen, der muskulöse Sanitäter Jack Ridley (Kellan Lutz), der sofort mit der schönen Jia anbandeln will.

Mal wieder abstauben?
Mal wieder abstauben? © Studio / Produzent

Doch zuerst soll ihr Bruder gefunden werden. Die Spur führt die Rettungstruppe in eine verwinkelte Höhle, die ein düsteres Geheimnis offenbart. Dort unten im Dunkeln haben sich Trichternetzspinnen eingenistet. Einst aus Australien eingeführt, sind sie nicht nur tödlich und aggressiv, sondern scheinen sich auch in Gruppen zu formieren und mittels Geräuschen zu verständigen. Immer tiefer werden die Retter in die mysteriöse Höhle gedrängt, müssen Rätsel lösen, um ihr Leben bangen und entdecken ein Geheimnis, das jegliches Leben verändern kann. Als einer der Gruppe seine wahren Absichten preisgibt, scheint die tödliche Falle zu zuschnappen.

Als grosse Produktion beschrieben, entpuppt sich 7 Guardians of the Tomb nicht ganz unüberraschend als C-Movie, das dringend bessere Charaktere und Storybögen gebraucht hätte. So ist ein witziges Monsterfilmchen entstanden, in dem Frasier Kelsey Grammer so ziemlich jede Szene stiehlt und sich als Höhepunkt des Films präsentiert.

Es ist die grösste, teuerste und aufwändigste Filmproduktion zwischen Australien und China geworden. 7 Guardians of the Tomb wird als horrormässiger Abenteuerfilm beworben, in dem das Publikum immer wieder aufs Neue überrascht werden soll. Mit Stars wie Kelsey Grammer, Kellan Lutz (The Legend of Hercules) oder auch Bingbing Li (The Forbidden Kingdom, Transformers: Age of Extinction) wird zudem mit bekannten Gesichtern aufgefahren. Dumm halt, wenn dabei die Story und die Spezialeffekte mehr wie ein Trashfilm ausschauen und so die gute Absicht des Films ins Lächerliche gezogen wird.

Erfreulicherweise hält sich 7 Guardians of the Tomb nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern lässt seine Stars schon nach wenigen Minuten in die düstere Höhle. Dann folgen knapp 90 Minuten Action im Halbdunkel. Dabei wird eine Gruppe von Menschen - die natürlich stetig dezimiert wird - von einer Horde Spinnen gejagt, die sich aber immer wieder auf einfachste Weise abhängen lässt. Die Trichternetzspinnen mögen im wahren Leben eine tödliche Gefahr sein - im Film hingegen werden die kleinen Krabbler zur Lachnummer gemacht. Da sie aber noch einem grösseren Exemplar folgen, hätte das für ein cooles Finale sorgen können. Hätte können...

Was 7 Guardians of the Tomb zugutezuhalten ist, ist die Tatsache, dass hinter den Spinnen, den kreischenden Menschen und den dämlichen Dialogen tatsächlich eine Geschichte aus vergangener Zeit steckt, die interessant dargestellt wird. Etwas mehr von dieser Mythologie und dafür weniger «dumme» Krabbler hätten dem Film nicht geschadet.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website