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Wilde Maus (2017)

"Ja, bist du deppert?!"

Georg (Joseph Hader) ist Musikredakteur beim Wiener Express. Den Job macht er schon seit 25 Jahren, seine Kritiken sind geliebt und gefürchtet. Völlig überraschend wird ihm der Job gekündigt, und er steht da mit einem Schock. Mit seiner Jahre jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger) mag er nicht reden, denn die hat den Kopf voll mit einem plötzlichen Kinderwunsch.


Unsere Kritiken

4.5 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Drehorte: Österreich, Deutschland 2017
Genres: Komödie, Crime, Drama
Laufzeit: 103 Minuten

Kinostart: 09.03.2017
Verleih: Frenetic Films

Regie: Josef Hader

Darsteller: Josef Hader, Nora von Waldstätten, Georg Friedrich, Denis Moschitto, Jörg Hartmann, Crina Semciuc, Pia Hierzegger

» The Internet Movie database (IMDb)


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2 Kommentare

Wilde Maus startet am Donnerstag im Kino

Enge Kurven ohne Überhöhung, das Gefühl dabei aus der Kurve getragen zu werden, das ist die Wilde Maus auf Jahrmärkten und im Prater. Im gleichnamigen Film (Drehbuch, Regie, Hauptdarsteller: Josef Hader) gerät Georg auf diese Lebens-Achterbahn. Dem schonungslosen Musikkritiker wird überraschend gekündigt, weil er in den Augen seines Chefredakteurs zu viel verdient. Georgs viel jüngere Frau, eine Therapeutin (Pia Hierzegger), möchte ein Kind von ihm. Die Kündigung wird verheimlicht, er treibt sich im Prater rum, stösst auf einen alten Schulkameraden (Georg Friedrich), der die Wilde Maus übernehmen will.
Der zornige Georg unternimmt Rachefeldzüge gegen seinen Ex-Chef (Jörg Hartmann) und seine bürgerliche Weltgerät in Schieflage, die auf einen Höhepunkt zusteuert. Wird es ihn am Ende noch aus der Kurve tragen?

Josef Hader hat einen Film realisiert, der seinen Zorn, seine Wut und seine sich immer stärkere depressive Einstellung in beindruckende Bilder umsetzt, die er mit langen Einstellungen mosaikhaftig zusammensetzt. Viele der vorliegenden Kritiken werden dem Film nicht gerecht, wenn er etwa beim RBB verurteilt wird, es sei "nicht gerade eine Empfehlung für weitere Filmprojwekte mit Hader als alleinigem Regisseur und Drehbuchautor." Weit gefehlt, ich hoffe auf Filme von und mit ihm, denn- wie auf der Bühne- spielt er nicht seine Rolle, er lebt und durchlebt sie und zwar mit einer grandiosen den Zuschauer fesselnden Einsatz. Bei aller Ruppigkeit und Boshaftigkeit ich finde diese groteske Geschichte sehenswert, sie beeindruckt mich wie sein Erstlingswerk "Indien" mit Alfred Dorfer. Nicht jeder muss Hader und seinen verbitterten und bitterbösen Film mögen, ansehen sollte man ihn auf jeden Fall. Zumal die Schlusssequenz eine tiefe filmische und gelungene Verbeugung vor Truffauts "Schiessen Sie auf den Pianisten" ist. Allein diese Bilder werden jedem Zuschauer in bleiben- und was will ein Film mehr? Chapeau Joesef Hader! (c) Gerd Jüttner


Wilde Maus ab Donnerstag, 9. in der Schweiz und in Deutschland

» Filmkritik: Das Leben ist eine Achterbahn