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Une vie ailleurs (2017)

Une vie ailleurs (2017)

Oder: Keine Uruk-Hai in Uruguay

Profil mit (Lens)Flair

Profil mit (Lens)Flair

Bereits vier Jahre ist es her, seit Sylvies (Isabelle Carré) Ex-Ehemann Pablo den gemeinsamen Sohn Felipe (Dylan Cortes) in seine Heimat Uruguay entführt hat. So lange ist es ihr nicht gelungen, die Behörden auf ihre Seite zu ziehen. Nach Pablos Tod fasst sie sich ein Herz und engagiert den Sozialarbeiter Mehdi (Ramzy Bedia). Gemeinsam reisen sie nach Uruguay mit dem Ziel, Fellipe zurück nach Frankreich zu schmuggeln. Dieser lebt aber offenbar glücklich mit seiner Grossmutter und in der Anahme, seine Mutter sei schon vor einger Zeit ums Leben gekommen.


Film-Rating

Sonnengetränkte Bilder, realistisches Sounddesign, Lokalkolorit und ein stimmiger Score machen Une vie ailleurs zu einem richtigen Sommerfilm. Beinahe dokumentarisch inszeniert, transportiert er den Zuschauer nach Uruguay und in das dortige Leben. Die Geschichte wirkt dank dem Verzicht auf Kitsch und andere Mätzchen zuweilen etwas distanziert, und der Zugang zu den Figuren erschwert sich ein wenig. Diese Direktheit ist dann aber auch löblich und trägt zur Authentizität eines Filmes bei, der mehr durch Atmosphäre und Machart als durch grosse Emotionen oder Charakterzeichnung glänzt. Doch wie oft gibt es Filme, die auf der Suche nach ihrer Identität sind und sich dabei verlieren? Une vie ailleurs erzählt seine Geschichte konsequent und stilsicher bis zur letzten, wunderschönen Szene.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

17.05.2017 / ma

Community:

Bewertung: 4.7 (2 Bewertungen)

 

 

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