Victor Crowley (2017)

Victor Crowley (2017)

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  2. 93 Minuten

Filmkritik: Lueged nöd ume, de Vige gaht ume!

Kein Pieps, sonst kommt der Grosse!
Kein Pieps, sonst kommt der Grosse! © Studio / Produzent

Andrew Yong (Parry Shen), der einzige Überlebende des Sumpfmassakers von Bayou, hat in den letzten zehn Jahren versucht, aus den Ereignissen von damals Profit zu schlagen. Doch weder als Schauspieler, Buchautor oder Talkgast ist ihm das so richtig gelungen. Nun, zum zehnjährigen Jubiläum, kriegt er von seiner Assistentin ein Angebot, das er kaum abschlagen kann. Zusammen mit einem Fernsehteam soll er noch einmal über den Sumpf fliegen und seine Kommentare zu den Schlachtereien von damals abgeben.

Zu spät!
Zu spät! © Studio / Produzent

Natürlich, wir hätten es auch nicht anders erwartet, crasht das Flugzeug genau über dem Sumpf, und die Überlebenden bekommen schon bald ein unheilvolles Stöhnen zu hören. Denn obwohl der Schlächter Victor Crowley (Kane Hodder) längst tot sein sollte, wurde er mit einem Handyvideo (!) und dem dazugehörigen Fluch zum Leben erweckt. Und was macht so ein grässlicher und blutgieriger Kerl nachts im Sumpf? Genau, er jagt die Eindringlinge, die in ihrem Flugzeugwrack auf Rettung hoffen.

Zwar ist aus Victor Crowley kein grosser Horrorfilm geworden, aber für ein paar üble Momente reicht es trotzdem. Die Figur des Victor hat weiterhin genung Potenzial, um die Nachfolge der Kollegen zu übernehmen, die etwas in die Jahre gekommen sind - wenn man ihn denn das nächste Mal besser in Szene setzen würde. Verdient hätte es der arme Kerl mit der Vorliebe für Äxte allemal.

Mit Hatchet wurde 2006 eine neue Slasherreihe lanciert, die dank ihrer Einfachheit und Brutalität, gepaart mit immer wieder aufkeimendem Humor, vielversprechend war. Leider hielten die Fortsetzungen den Anforderungen nicht ganz stand, so dass der Killer Victor langsam aber sicher wieder von der Bildfläche verschwand. Nun kehrt er in Victor Crowley wieder zurück und beschert uns einen kleinen, aber feinen Metzgerfilm, in dem die Körperteile fliegen, Gesichter zerdrückt werden und der Zuschauer mitunter nicht weiss, ob er jetzt lachen oder seine Stirn in Runzeln legen soll.

Inhaltlich bietet Victor Crowley das, was erwartet werden darf oder muss. In einer Zeit, in der Meuchelmörder gar per Youtube-Videos zum Leben erweckt werden, darf man über Storytelling und Charakterentwicklung nicht lange nachdenken. Hier werden gruselige Schlachtereien geboten, die mit Witz und (schlechtem?) Humor aufgepeppt werden.

Die Darsteller lassen wir beiseite und konzentrieren uns auf das Wesentliche: den Metzgerfaktor. Der ist in Victor Crowley "erfreulich" hoch, und auch wenn man das Kunstblut von weitem erkennt, so prescht der deformierte Killer doch mit schöner Regelmässigkeit in die Szene, erschreckt Figuren und Zuschauer und stillt seinen Hunger nach Vernichtung. Wer dem Ganzen mit der gewissen Distanz zuguckt, darf sich durchaus unterhalten fühlen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 3

yan

Kommt nicht an das Original ran, ist aber für Splatterfans ganz okay. Fühlte mich trotz furchtbaren Schauspielleistungen ordentlich unterhalten.

bloodout

Daddy Rufe ,Splatter Satt ,durchaus Gelungener 4.Teil!!!
Splatter Fans werden mit Geilen Abartig Lustigen Skills ihre Freude haben!
Blutig Derbe ,Metzel-Orgie !!!

muri

Filmkritik: Lueged nöd ume, de Vige gaht ume!

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