Transformers: The Last Knight (2017)

Transformers: The Last Knight (2017)

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  2. 148 Minuten

Filmkritik: Was zerstören wir als nächstes?

Moderner Cowboy
Moderner Cowboy © Paramount Pictures

Noch immer befinden sich etliche Transformers auf der Erde und es landen täglich neue Maschinen aus dem All. Während eine militärische Sondereinheit versucht, die Transformers zu fangen, sieht das Waisen-Mädchen Izabella (Isabela Moner) in den Robotern ihre Familie. Sie versteckt, beschützt und repariert die eigentlich friedlichen Autobots um jeden Preis. Zufällig kreuzen sich die Wege von Izabella und Cade Yeager (Mark Wahlberg), als beide versuchen Transformers zu retten. Leider misslingt diese Aktion, doch Cade entdeckt an einem Transformer ein spezielles Medaillon, das irgendwie auf Cade zu reagieren scheint.

Der metallische Sensenmann
Der metallische Sensenmann © Paramount Pictures

Ausgestattet mit neuen Kräften, erhält Cade eine für ihn völlig neue Rolle: Zusammen mit Izabella, Bumblebee und anderen Freunden muss er einen Weg finden, die Schlacht zwischen Mensch und Maschine ein für alle Mal zu beenden. Diese Aufgabe wird schlagartig schwieriger, als Megatron und seine Decepticons abermals versuchen, den Planet Erde zu zerstören. Wäre das nicht schon genug, taucht auch Optimus Prime wieder auf. Und kämpft plötzlich gegen die Menschen und Autobots.

Nach dem unter den Erwartungen gebliebenen vierten Teil hat Michael Bay für den fünften Streich einiges verändert. Plötzlich stehen die Menschen und weniger die Roboter im Fokus. Des Weiteren funktionieren die vielen Witze endlich wieder und auch die Schauspieler wirken glaubhaft und souverän. So ist aus The Last Knight ein toller Action-Film geworden, der die Geschichte um die Transformers sehr gut weitererzählt und für bombastische Unterhaltung sorgt. Wie die Vorgänger ist aber auch dieser Streifen gute 20 Minuten zu lang geraten. Aber vielleicht lernen sie es ja beim nächsten Mal.

Man kann von diesen Robotern halten, was man will, aber Publikumsmagnete sind sie auf jeden Fall. Nach vier zerstörerischen und mit schnittigen Autos vollgepackten Streifen kommt also Nummer fünf in die Kinos. Auch dieser geht bereits nach wenigen Minuten aufs Ganze und präsentiert eine Action-Orgie, wie sie nur Michael Bay produzieren kann. Ja, die Action-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Überraschenderweise hat man dieses Mal aber den menschlichen Charakteren weitaus mehr Screentime gelassen. Transformers-Fans werden jetzt wohl aufschreien, doch die von Anthony Hopkins und Laura Haddock gespielten Rollen bringen viel guten Witz in diesen Film. Gerade Hopkins zeigt mit seinen bald 80 Jahren, dass man immer noch mit ihm rechnen kann. Das Zusammenspiel mit seinem Butler hätte allerdings etwas besser abgestimmt sein können.

Bei der Produktion hat Michael Bay teilweise auf 3D-IMAX-Kameras gesetzt. Tatsächlich muss man die 3D-Effekte loben. Selten wirken die Bilder unscharf oder verstückelt. Allerdings wechselt der Film immer wieder das Format, manchmal auch während derselben Szene. Diese optischen Änderungen sind deutlich spürbar und stören gelegentlich den Bildfluss. Alles in allem macht das Zuschauen aber trotzdem Spass, wobei die tollen Soundeffekte und die passende epische Transformers-Musik hier sicherlich auch ihren Beitrag leisten.

Für den Inhalt der Story verlinkt Michael Bay, wie schon in Transformers 3, mit wahren geschichtlichen Begebenheiten. Dadurch wirkt der Plot von The Last Knight glaubwürdig, auch wenn der finale Showdown natürlich wieder krass übertrieben daherkommt. Aber irgendwie muss man sich halt bei Transformers ein wenig darauf einlassen.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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Kommentare Total: 4

He-Man

Der Film ist besser als andere Kritiker hier behaupten.
Habe den Film 3x gesehen, die Thematik mit Merlin und Arthur ist sehr gut, geht in die richtige Richtung.
Die Bilder sind überwältigend, gerade zu Beginn das Schlachtengetümmel und die Landschaften sowie der dreiköpfige Drachen...
Der Soundtrack ist Weltklasse von Steve Jablonsky. Agent Simmons nervt und die Transformers in Kuba auch. Das hin und her der Menschen, die einmal auf Seite der Autobots sind, dann wieder nicht ist auch überflüssig. Der Butler ist witzig. Insgesamt ist der Film besser als der dritte und vierte Teil.

ma

Immerhin kann sich dieser "Film" eventuell Chancen auf "anstrengenster Film ever" erhoffen...

Selten ein solch verwirrender, visuellen Dünpfiff gsehen, wecher dazu noch völlig wahllos das Biildformat hin und herwechselt ind mit Abstand der inkopetenteste Film Bays Karriere ist.

Wittwickian? Really?

muri

150 Minuten mehrheitlich unzusammenhängende Action, die hin und her springt und den Zuschauer völlig kalt lässt.

Der Butler-Robot ist witzig, Hopkins okay, John Turturro wie immer toll und der Rest uninteressant. Die Action ist sehr spektakulär gemacht, die Effekte okay, aber es ist halt schlichtweg zuviel Rumsbums. Der Heelturn des Oberformers lächerlich und am Ende (nach dem Abspann sitzen bleiben) kommt auf einmal eine neue Bedrohung...

Die hätten nach dem zweiten Teil einfach aufhören sollen....

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