Spider-Man: Homecoming (2017)

Spider-Man: Homecoming (2017)

Oder: Unter Geiern

Die Spitze erreicht!

Die Spitze erreicht!

Seit die Avengers New York in Schutt und Asche gelegt haben, hat Victor Tooms (Michael Keaton) einen guten Job. Er ist nämlich dafür verantwortlich, dass die Sauerei aufgeräumt und die Alien-Technologie gesammelt wird. Das heisst, er hatte einen guten Job. Denn nun übernimmt Tony Stark (Robert Downey Jr.) mit einer seiner Unterfirmen diese Arbeit selber und wirft Tooms aus dem Geschäft. Für diesen ein Grund, sich gegen das Establishment und die Reichen «da oben» zur Wehr zu setzen. Er klaut ein bisschen Alien-Zeugs und zieht sich zurück.

Tony @ work

Tony @ work

Acht Jahre später muss der Schüler Peter Parker (Tom Holland) in Deutschland seinem Idol Iron Man zur Hand gehen und als «Spider-Man» gegen den abtrünnigen Captain America kämpfen. Als die grosse Konfrontation vorüber ist, wird Parker unter die Fittiche von Tony Stark genommen, mit einem neuen Anzug ausgestattet und darum gebeten, doch in der Nachbarschaft für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dabei hätte Peter doch das Potenzial für grössere Taten! Und genau diese muss er nun vollbringen, als ein geheimnisvoller Maskenmann mit Geier-Flügeln auftaucht und gemeinsam mit einem Kerl, der sich «Shocker» nennt, Waffen verkauft, die vollgestopft mit Alien-Technologie sind. Doch kann Peter Parker den Spagat zwischen Superheld und High-School packen? Und ist diese neue Bedrohung nicht zu gross für den Nachwuchs-Avenger?


Film-Rating

Spider-Man: Homecoming ist ein stimmungsvoller und actionreicher Sommerfilm, der die Bezeichnung «Blockbuster» absolut verdient. Wer nach einem Haar in der Suppe sucht, dürfte sicherlich fündig werden, aber das Gesamtpaket bietet hervorragende Comic-Unterhaltung mit viel Witz und einigen prominenten Gastauftritten. Dass man bei Marvel nach dem Filmschluss sitzen bleibt, ist inzwischen bekannt. Auch hier kommen zwei zusätzliche Szenen, wobei eine davon etwas gar gemein ist... Viel Spass!


Seit seinem Auftritt in Captain America: Civil War ist der Hype um den Spinnenmann aus New York wieder ausgebrochen. Vergessen waren frühere Filme, und die Fans waren neugierig, wie sich denn Peter Parker im MCU schlagen wird. Mit Spider-Man: Homecoming präsentiert Marvel nun den ersten Film einer neuen Reihe, die es doch tatsächlich nicht nur schafft, kein Avengers-Film zu sein, sondern auch noch einer, der praktisch durchgehend unterhält, viel Action bietet und einfach nur richtig stark ist.

Die ersten Minuten von Spider-Man: Homecoming, nachdem wir Victor Tooms kennengelernt haben, sind genial. Wir erleben das grosse Abenteuer von Spider-Man mit den Avengers mittels Handkamera, da das Plappermaul aus New York alles auf Film aufgenommen hat. Das ergibt nicht nur viel Spass und lustige Szenen, sondern auch einen hervorragenden Einstieg in die Stimmung des Films. Die erste Hälfte ist nämlich Comedy pur, wofür vor allem der optimal gecastete Tom Holland und Jon Favreau als «Happy» verantwortlich sind. Aber keine Angst, nach einem wunderbaren und (ernsthaft!) total unerwarteten Twist schaltet man in den zweiten Gang und die Stimmung schlägt von einer Sekunde zur anderen um. Bravo!

Inhaltlich erhebt Spider-Man: Homecoming keine grossen Ansprüche, bewegt sich aber in Sachen Tempo, Witz und Action auf einem sehr guten Niveau. Die Darsteller, angefangen mit Tom Holland über die heisse Marisa Tomei bis hin zu den Kurzauftritten von Robert Downey Jr. sind optimal und geben praktisch keinen Grund zum Gemotze. Für einmal hat auch die dunkle Seite mit Michael Keaton einen wunderbaren Darsteller, der in seiner Rolle aufgeht und selbst die harmlosen Szenen durch seine Mimik bedrohlich wirken lässt. Und dieser Kerl war mal Batman... Als «Vulture» ist er doppelt so gut!


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

04.07.2017 / muri

Community:

Bewertung: 4.5 (37 Bewertungen)

 

 

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